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Börse

Hektische Richtungssuche

Die Aktienmärkte sind derzeit hochnervös. Es gilt: Ruhe bewahren!
Die Aktienmärkte sind weiterhin auf Richtungssuche und pendeln dabei sehr volatil auf und ab. Eine klare Tendenz, wohin die Reise in den kommenden Wochen gehen wird, lässt sich noch nicht ablesen. Beim deutschen Leitindex DAX bestimmt eine sehr hohe Tagesvolatilität das Handelsgeschehen. 200 DAX-Punkte rauf und runter – und das oft sogar mehrmals täglich – belasten das Nervenkostüm von kurzfristigen Tradern fast genauso wie von längerfristigen Investoren. Nach dem Motto: Sobald man der Meinung ist, die Richtung der nächsten größeren Bewegung erkannt zu haben, dreht plötzlich der Markt und führt damit viele an der Nase herum. Auch jenseits des Atlantiks hat die Schwankungsbreite des Aktienmarktes seit Anfang Dezember stark zugenommen. Und auch in den USA zeichnet sich bisher kein einheitlicher Trend ab. Derzeit beschäftigen vielfältige Themen und Meldungen die Investoren. Dazu gehört der Beginn der Quartalsberichtssaison für das vierte Quartal 2014. Diese lief mit den Zahlen des Aluminiumkonzern Alcoa gut an. Der Industriegigant meldete bessere Ergebnisse bei Umsatz und Gewinn und schlug die Prognosen der Analysten. Zudem rechnet Alcoa mit einem Anziehen der weltweiten Aluminiumnachfrage und gab damit Spekulationen über ein solideres Konjunkturwachstum Hoffnung. Dagegen verunsicherte die Weltbank einige Anleger mit ihrer Konjunkturprognose. Sie senkte ihre globale Wachstumsprognose auf 3% (zuvor 3,4%). Für die Eurozone rechnet sie nun mit einem Wachstum von 0,9 nach 1,1%. Diese Meldung schickte die Preise wichtiger Rohstoffe (z. B. Kupfer und Nickel) über Nacht nach unten. Damit kommen neben dem fallenden Ölpreis auch die Preise anderer Industrierohstoffe unter Druck. Auch hier meinen wir aber, dass die Märkte übertrieben reagieren und sich sinkende Rohstoffpreise mittel- und langfristig positiv auf die globale Konjunktur und somit die Aktienmärkte auswirken werden. Marktbewegende Neuigkeiten gab es auch aus dem Europäischen Gerichtshof (EuGH). Der legte mit seinen Äußerungen zu einem QE-Programm der EZB eine Indikation für die Entscheidung im Herbst vor. Der Generalanwalt sieht die geplanten Anleihekäufe der EZB im Rahmen des OMT-Programms (Outrigth Monetary Transactions) als prinzipiell mit den Euro-Verträgen im Einklang. Dies schürt unter Anlegern Hoffnungen auf konkrete Beschlüsse über ein Anleihekaufprogramm der EZB. Dass diese schon bei der ersten Notenbanksitzung dieses Jahres (22. Januar) fallen, halten wir aber für unwahrscheinlich. Vor dem EZB-Treffen am 5.3. erwarten wir dazu keine Änderungen.

Fazit: Lassen Sie sich von der hohen Volatilität nicht nervös machen, sondern betrachten sie diese als Chance. Unsere grundsätzliche Meinung, dass es an den Märkten im Trend weiter aufwärts geht, bleibt bestehen. Aus technischer Sicht ist der DAX im Bereich von 9.300 Zählern sehr gut unterstützt. Nutzen Sie Korrekturen in diesem Bereich zum selektiven Aufbau von Positionen.

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