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Euroland ist noch nicht abgebrannt

Hoffen auf China

Die Eurozone und namentlich Deutschland haben sich überraschend gut gehalten. Hintergrund ist die relativ günstige Lage der verarbeitenden Industrie. Nun kommen auch noch erste Erholungssignale aus China hinzu.
Die aktuellen Daten aus Deutschland fielen zuletzt (noch) erstaunlich gut aus. Exporte und Industrieproduktion haben per Februar nochmal leicht zugelegt. Auch die Aufträge der Industrie kamen per Februar günstiger als erwartet herein.  Es stand zwar ein leichter monatlicher Rückgang zu Buch, dem aber wegen eines kräftigen Basiseffektes ein Plus von 1,6% zum Vorjahr (Vormonat -0,9%) gegenübersteht.
Die Folgen des Corona-bedingten Stillstands werden erst mit den Märzdaten klarer. Es ist aber jetzt schon erkennbar, dass die verarbeitende Industrie deutlich weniger betroffen ist als Dienstleister. Die aktuelle Ausgabe globale Branchen Einkaufsmanager-Indizes von Markit zeigt eine klare Zweiteilung: In der oberen Hälfte findet sich die Industrie mit Werten von 45 bis 51 Punkten. In der unteren Hälfte stehen die Dienstleister mit Werten zwischen 20 und 40 Punkten.

Industrielastigkeit stützt Eurozone

Die Eurozone insgesamt und speziell Deutschland profitieren davon. Die USA leiden am höhere BIP-Anteil des Servicesektors. Der europäische Vorteil dürfte sich in dem Maße verstärken, in dem China wieder zur Normalität und damit zur Nachfrage nach Industriegütern zurückkehrt. Dass diese Erholung in China in Gang gekommen ist, bestätigen übereinstimmend die Einkaufsmanager-Indizes für sowohl der Researchfirma Markit als auch die offiziellen Daten des chinesischen Wirtschaftsverbands CFLP. Dem stehen die Belastungen durch die Finanzierung der Krisenprogramme sowie die damit einher gehenden politischen Störgeräusche gegenüber.  

Fazit: Per Saldo dürfte der Euro ziemlich stabil bleiben zum Dollar. Aufgrund der schwachen Ertragsraten sollte er aber nur aus Transaktions- bzw. Sicherheitsgründen gehalten werden.

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