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FUCHS-Devisenprognose 1. Quartal 2025

Hohe Kursschwankungen voraus

Das erste Quartal dürfte an den Finanzmärkten stürmisch bleiben. Die Kursschwankungen sind seit der Wahl von Donald Trump zum neuen US-Präsidenten bereits deutlich größer geworden. Im Blick sollten Anleger und Investoren neben dem Euro vor allem den Franken und den Yen haben. Hier könnte es im Jahresverlauf größere Kursänderungen geben.
An den Zins- und Devisenmärkten wird es auch 2025 bewegt zugehen. Das zeigen die Entwicklungen des vierten Quartal, in dem die Kurse bereits teils heftig schwankten und dabei teilweise neue Richtungen eingeschlagen haben. Einer der Auslöser war die Wahl von Donald Trump zum neuen US-Präsidenten. Das Wahlergebnis hat schon vor dem Amtsantritt für größere Kursschwankungen gesorgt.

Hohe Kursschwankungen wahrscheinlich

Das erste Quartal dürfte ebenfalls noch von Unsicherheit geprägt sein. Dann sind auch erste Entscheidungen von Donald Trump zu erwarten. Das könnte die Börsen, Anleihe- und Devisenmärkte bewegen. So könnten die Zoll-Entscheidungen der neuen US-Administration größere Kursausschläge auslösen. Immerhin droht eine Eskalation des Handelskrieges zwischen den USA und China, aber auch mit Europa. 

Teil weise haben sich an den Märkten neue Szenarien durchgesetzt. Darum nehmen wir auch größere Anpassungen bei unserer Euro-Prognose vor. Wir waren zwar schon länger davon überzeugt, dass die US-Notenbank die Zinsen nicht so zügig weiter senken wird, wie die Märkte bisher erhofft haben. Wir haben aber die Sogwirkung auf den Dollar unterschätzt, die diese Erkenntnis auslösen wird, wenn sie sich am Markt durchsetzt. Inzwischen ist der Euro steil gefallen. Das arbeiten wir am aktuellen Rand in unsere Prognose ein. 

Euro dreht im Jahresverlauf nach oben

Der Euro wird auch in der ersten Jahreshälfte weiter fallen. Denn neben der Zinspolitik sind es innere Probleme, die den Euro gerade schwächen. Vorgezogene Neuwahlen in Deutschland, eine Regierungskrise in Frankreich, angespannte Finanzen dazu und nun noch Österreichs politische Entwicklung. All das "schmeckt" der Gemeinschaftswährung nicht. Die Haushaltskrise in Frankreich ist durchaus kritisch. Das Land muss inzwischen höhere Renditen zahlen als Griechenland. 

Aus dieser Schwäche dürfte für den Euro in der zweiten Jahreshälfte dann aber neue Stärke erwachsen. Berlin bekommt eine neue Regierung, die EZB wird die Zinsen weiter senken und damit Frankreich und die Konjunktur stützen. Das werden die Devisenmärkten antizipieren. Dann wird der Abwärtsdruck auf den Euro nachlassen. Zuvor werden wir aber die Parität zum Dollar noch sehen. 

Franken und Yen im Blick behalten

Interessant ist ein Blick auf den Franken. Der steht auf dem gleichen Niveau wie vor einem Jahr, hatte zwischenzeitlich aber einen spürbaren Schwächeanfall. Einen ähnlichen Kursverlauf erwarten wir in diesem Jahr. Nach oben ist CHH gedeckelt bei 0,93 EUR|CHF. Die SNB senkt die Zinsen, es stand sogar schon die Frage im Raum, ob die Alpenrepublik zu einem Negativzins zurückkehren müsse. Das bremst den CHF aus. Der Euro ist allerdings nicht stark, sondern nur weniger schwach. Einen fundamentalen Trendwechsel erwarten wir daher nicht. Der CHF bleibt ein sicherer Hafen, der bei günstigen Kursen angelaufen werden sollte. 

Auch der Yen wird im Fokus stehen. Die Volatilität wird hoch bleiben, der Yen baut dabei aber Aufwärtspotenzial auf. Vor einem Jahr stand er bei 158 EUR|JPY, stürzte dann auf 175 ab. Dort gab es eine harte Kehrtwende und inzwischen baut der Yen um 160 einen neuen Boden auf. Von dem könnte es - die Geldpolitik im Rücken - weiter aufwärts gehen.

Notenbanken gehen getrennte Wege

Auf der Zinsseite sind unsere Erwartungen unverändert. Die Fed wird die Zinsen weiter leicht senken, ihr gehen dafür aber die Argumente aus. Die EZB geht weiter nach unten, Japans Geldhüter ziehen eher nach oben. Dem folgen die kurzfristigen Zinsen. Am langen Ende spielen die Konjunktur- und Inflationserwartungen die größere Rolle. Hier wird im Blick zu behalten sein, ob ein Stagflations-Druck entsteht, der sich in schwacher Konjunktur bei dennoch ansteigender Inflationsrate zeigt. Das ist am ehesten für Europa zu erwarten.  
Fazit: Im ersten Quartal rechnen wir mit größeren Kursschwankungen bei beständigen Trends. Das wird sich zur Jahresmitte ändern. Dann werden fundamentale Trendwechsel bei den Währungen wahrscheinlicher.
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