Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
1960
Zinsanhebung in Indonesien

Indonesien: Investoren ziehen sich zurück

© Creativa Images / stock.adobe.com
Die wirtschaftliche Lage in Indonesien verschärft sich. Internationale Investoren ziehen sich zurück, der Aktienmarkt leidet und die Inflation steigt. Dennoch sehen FUCHS-Devisen defensive Anlagechancen in dem Land.
Die Stimmung in Indonesien trübt sich ein. Der Aktienmarkt leidet und internationale Investoren ziehen sich zurück. Steigende Preise insbesondere bei Lebensmitteln bringen die Konsumenten trotz der Unterstützung durch die Regierung unter Druck. 

Die Notenbank reagierte bereits auf die Abwertung der Rupie. Sie erhöhte in einer außerplanmäßigen Sitzung am 09. Juni den Leitzins um 25 Basispunkte auf 5,5%. Auch der Übernachtzins und die Benchmark für Ausleihungen wurden um 25 Basispunkte auf 4,5% und 6,25% erhöht. Die Währungshüter fokussieren auf finanzielle Stabilität und externe Faktoren aus dem Konflikt im mittleren Osten. Der hat die Volatilität und Inflation angehoben.

Teuerung zieht an

Die Notenbank verfehlt ihr Ziel, die Teuerung in einem Band von einem Prozentpunkt um 2,5% zu halten. Im Mai lag die Inflation bei 3,08%. Die Kerninflation erreichte mit 2,59% ein Dreimonatshoch. Insbesondere verteuerten sich Lebensmittel mit einem Plus von nahezu 5%. Für die Juni-Teuerung, die am 01. Juli veröffentlicht wird, werden bereits 3,5% erwartet.

Indonesiens Wirtschaft wuchs im ersten Quartal dennoch um 5,61%. Das war der höchste Anstieg seit dem dritten Quartal 2022. Der private Konsum fungierte dank der Unterstützungen der Regierung als Treibsatz. Der Exportüberschuss litt dagegen aufgrund der Versorgungsengpässe durch geopolitische Spannungen, Importe boomten. Der Arbeitsmarkt signalisiert weiterhin hohe Beschäftigung. Im ersten Quartal lag die Arbeitslosenrate mit 4,68% auf dem niedrigsten Stand seit dem vierten Quartal 1997. 

Risikoaversion internationaler Investoren

Dennoch steigt die Risikoaversion internationaler Investoren und gebietet Vorsicht. Indonesische Aktien führen die Verliererliste in diesem Jahr an. Ausländische Investoren kehren dem Markt den Rücken und zogen seit Jahresbeginn mehr als 3,36 Mrd. USD Kapital ab. Die Rupie leidet und fiel in den zurückliegenden sechs Monaten gegenüber dem EUR um mehr als 6%. 

Defensive Anlagen bevorzugt

Defensive Anlagen, wie Anleihen fungieren in der Zwischenzeit als Brücke in die nächste Kaufgelegenheit. Einen Kurzläufer mit niedrigem Laufzeitenrisiko bietet die EBRD (WKN A3KX7X). Das Papier läuft noch bis zum 01. Mai nächsten Jahres und schüttet ihren letzten Kupon von 5,125% am Laufzeitende aus. Bei einem Kurs von 98,26% rentiert der Bond mit effektiv 7,22%.

Eine längere Laufzeit mit einem höheren Kupon von 6,25% bietet die IBRD (WKN A3LCXK). Die mit einen Tripple-A geratete Anleihe wird am 19. Januar 2029 fällig und hat den nächsten Zinstermin am 19. Januar. Bei einem Kurs von 97,82% wirft das Zinspapier eine Rendite von 7,19% per Verfall ab.

Fazit: Indonesien erlebt auf den Finanzmärkten ein Zwischentief. Der akute Rückzug der Investoren erscheint uns übertrieben. Defensive Anleger finden gute Rendite-Chancen bei Anleihen.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Serviceangebot für Stiftungen 2026

Was Stiftungen heute verlangen

Illustriert mit Microsoft Copilot
Stiftungen stellen besondere Anforderungen an Banken und Vermögensverwalter. Neben Performance rückt heute vor allem die Qualität der Services in den Vordergrund. Im aktuellen Analysejahr mussten Anbieter detaillierte Fragen zu ihrem Serviceangebot beantworten. Das Ergebnis zeigt: Wer überzeugen will, muss weit mehr liefern als standardisierte Leistungen. Gefragt sind individuelle Betreuung, Transparenz, Nachhaltigkeit und echte Partnerschaft auf Augenhöhe im täglichen Umgang und darüber hinaus.
  • Gesamtschau und Wochenbericht in KW 29 für PP V, PP VII, PP VIII und PP IX

FUCHS-Performanceprojekte: Risikodisziplin bleibt der entscheidende Erfolgsfaktor

Illustriert mit Canva und ChatGPT
Vier Projekte, hunderte Anlageentscheidungen und völlig unterschiedliche Strategien. Dennoch zeigt die aktuelle Auswertung der FUCHS-Performance-Projekte ein erstaunlich einheitliches Bild. Nicht die aggressivsten Portfolios stehen vorne, sondern die Manager mit der konsequentesten Risikokontrolle. Während einzelne Häuser spektakuläre Vermögensstände erreichen, überzeugen andere durch außergewöhnliche Stabilität. Lesen Sie hier.
  • Fuchs plus
  • Wochenbericht zu Projekt IX in KW 29: Vermögensverwalter im Belastungstest

BTV, Berliner Sparkasse, Deka und LLB vor der Benchmark

Illustriert mit Canva und ChatGPT
Das Benchmarkdepot setzt auch in Projekt 9 (Stiftungsportfolio) hohe Maßstäbe. Dennoch gelingt vier Vermögensverwaltern der Sprung über die Referenzmarke. Während die Bank für Tirol und Vorarlberg das Feld beim Vermögensstand anführt, überzeugen Berliner Sparkasse, Deka Vermögensmanagement und die Liechtensteinische Landesbank mit konstant starken Ergebnissen. Die aktuellen Zahlen zeigen, wer Risiken kontrolliert und warum die Mehrheit der Teilnehmer hinter der Benchmark zurückbleibt.
Zum Seitenanfang