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Die Schulden sind nicht das größte Problem

Italien belastet die Eurozone

Italiens Wahlsieger, die keine Regierung zustande gebracht haben, haben beim Volk Illusionen genährt. Die werden sie nach einer Neuwahl – ähnlich wie die Griechen – weitgehend einsammeln müssen. Dennoch kommen auf Europas Politiker schwierige Verhandlungen zu.

Italien bleibt Europas Achillesferse. Die Aussicht auf eine Regierung der EU-kritischen Fünf-Sterne-Bewegung mit der Lega Nord ließ Italiens Risikoprämien zunächst steil ansteigen. Zeitweilig lagen die Prämien der Credit Default Swaps für italienische Anleihen höher als für türkische Papiere. Diese Regierung ist jetzt Realität.

Die Investoren haben derzeit aber wenig Grund, an der Zahlungsfähigkeit Italiens zu zweifeln. Die Zinsbelastung des Haushalts sinkt! Dank der EZB-Niedrigzinspolitik sogar laufend. Die aktuellen Fälligkeiten betreffen Papiere mit deutlich höheren Kupons als die derzeit von Italien verlangten Zinsen. Das beruhigte die Märkte zusammen mit den Signalen, dass der Austritt aus dem Euro nicht auf die Tagesordnung kommt.

Dennoch bleibt es kritisch. Die Wahlsieger werden Italiens Bürger von einer im Wahlkampf gehegten Illusion befreien müssen. Staatsschulden können entgegen den Parolen nicht abgewählt werden. Sie müssen bedient werden, wie der Fall Argentinien zeigt. Damit fehlt der finanzielle Spielraum, um die Wahlversprechen zu realisieren. Daher wird die neue Regierung von Ministerpräsident Guiseppe Conte den Konflikt mit der EU suchen, um dieses Manko zu kompensieren. So wird Italien die EU weiter destabilisieren.

Fazit: Diese Krise ist noch längst nicht ausgestanden.

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