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Zinserhöhung der BoJ beeinflusst Yen und Carry-Trades

Japan: Carrytrades vor Neubewertung

Die Bank of Japan (BoJ) steht vor einer entscheidenden Zinsanhebung im Dezember. Mit einer Inflation über 2% und steigenden Löhnen wird ein Schritt zur Normalisierung der Geldpolitik immer wahrscheinlicher. Dies könnte den Yen stärken und beliebte Carry-Trades wie USD|JPY herausfordern.

In Japan wird die Notenbank im Dezember die Zinsen bewegen - aber nach oben. Damit rückt die Bank of Japan (BoJ) näher an die Normalität heran. Wir erwarten, dass die BoJ am 18. Dezember nachlegen und den Leitzins ein weiteres Mal anheben wird. Wir kalkulieren einen Schritt um 25 Basispunkte.

Die Inflation spricht eine klare Sprache. Die Teuerung liegt stabil über dem Ziel von 2%. Selbst die notorisch vorsichtige BoJ kann sich dieser Entwicklung nicht mehr verschließen. Dazu kommen erste Hinweise auf höhere Löhne im kommenden Jahr. Das ist für Japan entscheidend: Steigen Einkommen und Konsum bekommt die Wirtschaft den Schub, den sie für eine geldpolitische Normalisierung braucht.

Carrytrades vor Neubewertung

Die Konjunktur bleibt zwar fragil und die Zentralbank in Nippon hat historisch immer sehr lange gezögert. Aber die Zeiten, in denen die BoJ aus Prinzip „ewig locker“ bleiben musste, sind zu Ende. Für die Finanzmärkte wäre der Zinsschritt ein wichtiges Signal. Der Yen dürfte Rückenwind bekommen, beliebte Carry-Trades müssten neu bewertet werden. 

Das Risiko, sich im Yen zu verschulden und in höher rentierlichen Währungen anzulegen, wird deutlich größer. Besonders beliebt für solche Carry-Trades ist das Währungspaar USD|JPY. Das könnte mächtig in Bewegung kommen, denn die Fed wird die Zinsen weiter senken. Daher wird die Rentabilität dieser Carry-Trades von beiden Seiten angegriffen. 

Fazit: Richten Sie sich auf höhere Kursschwankungen auf dem Finanzmarkt Japans ein. Aktien könnten unter Druck stehen, der Yen kräftig ausschlagen. Gegenüber dem US-Dollar sehen wir Aufwärtspotenzial, sogar eine Trendwende zugunsten des Yen ist möglich. Eine fortgesetzte dauerhafte Abwertung gegenüber dem USD ist aus unserer Sicht nicht mehr fundamental untermauert. 
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