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Das exportabhängige Deutschland schwächt die Eurozone

Kleine Lichtblicke für den Euro

Die deutsche Exportwirtschaft leidet unter der abflauenden Weltkonjunktur. Copyright: Pixabay
Die Fundamentaldaten haben sich für die Eurozone leicht verbessert. Auch die neue Regierung in Italien wurde wohlwollen von den Finanzmärkten begrüßt. Allerdings schlägt sich die abkühlende Weltkonjunktur vor allem auf die exportorientierten Staaten nieder. Und die finden sich vor allem im Kerneuropa.

Italiens gewohntes Drama scheint vorläufig in ein Happy End zu münden. Die neue Regierung will den Etat auf EU-konformen Kurs zurücksteuern und damit für politische Entspannung sowie etwas solidere Finanzverhältnisse sorgen.

Auch auf bei den Wirtschaftsdaten der Eurozone sind ein paar kleine Lichtblicke erkennbar. Die Einkaufsmanager-Indizes bewegen sich leicht nach oben. Der Gesamtindex (composit) steigt von 51,5 auf 51,9 Punkte und damit etwas weiter über die Expansionsschwelle. Sowohl bei den Dienstleistern (53,5 nach 53,2 Punkte) als auch in der Industrie (47 nach 46,5 Punkte) läuft es einen Tick besser. Zugleich unterstreichen diese Niveaus, dass die stärker auf die Binnennachfrage orientierten EU-Staaten besser vorankommen als die stärker zum Export orientierten.

Deutschland leidet mit der Weltkonjunktur

Besonders hart erwischt es Deutschland. Hier leidet die Industrie besonders stark. Der sektorale Index (manufacturing) liegt mit 43,5 Punkten ganz hinten im EU-Vergleich. Vorne steht nach wie vor Griechenland mit 54,9 Punkten.

Angesichts der Schwäche in den Kernstaaten bleibt die neuerliche Lockerung der Geldpolitik auf der Tagesordnung. Erst recht angesichts der schwachen Inflationsdaten. Das schwächt der Euro. Eine Einigung der USA mit China wird noch lange auf sich warten lassen (siehe unten) und auch der Streit mit der EU ist noch längst nicht beigelegt.

Fazit: Die Zinsen bleiben auf absehbare Zeit am Boden. Es ist eigentlich kaum anderes als eine Neuauflage der quantitativen Lockerung denkbar. Das wird den Euro eher schwächen – was zumindest den Export erleichtern könnte. Als Anlagewährung bleibt er unattraktiv.

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