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LDP-Sieg und Handelsabkommen: Positive Impulse für Japans Wirtschaft

LDP-Erfolg und BoJ-Strategie schieben Japan an

picture alliance / ZUMAPRESS.com | Stanislav Kogiku
Die klare Mehrheit der LDP in Japan belebt die Wirtschaftsstimmung, unterstützt durch ein Handelsabkommen mit den USA und neue Investitionsprojekte. Die Bank of Japan hält den Leitzins stabil, plant jedoch Zinserhöhungen für 2026. Anleger können weiter auf Japan setzen, z. B. mit einem Nikkei-Call.

Der klare Sieg der amtierenden LDP in Japan sorgt für gute Stimmung im Land der aufgehenden Sonne. Zusammen mit dem Handelsdeal mit den USA und den anstehenden Investitionsprojekten verbessern sich die Perspektiven. Der Tankan erreichte im vierten Quartal den höchsten Stand seit dem vierten Quartal 2021 und schiebt den Yen an.

Rückendeckung kommt von der Notenbank. Im Januar-Meeting beließ die Bank of Japan (BoJ) den Leitzins erwartungsgemäß bei 0,75% und damit auf dem höchsten Niveau seit September 1995. Mit 8 zu 1 stimmten die Komitee-Mitglieder dafür. Die Richtung ist in Zukunft allerdings nach oben gerichtet.

Notenbank stellt Märkte auf Zinserhöhungen ein

Die Währungshüter stellten klar, dass in 2026 Zinserhöhungen erfolgen können. Für das laufende Fiskaljahr hob das Gremium die Wachstumserwartung von 0,7% auf 0,9% an. Basis dafür ist das Handelsabkommen mit Washington und Regierungsmaßnahmen in der Stützung der Nachfrage durch Energiesubventionen und ein höheres Rüstungsbudget. Für das nächste Jahr hob die BoJ die Wachstumserwartung von 0,7% auf 1,0%.

Inflation nicht vom Tisch

Passend dazu: Auch die Erwartung für die Kerninflation hob die BoJ von 1,8% auf 1,9% an. Das liegt noch weit unter der aktuellen Rate. Im Dezember fiel die Inflation auf 2,1% von 2,9%. Der für Japan wichtige Preis für Reis legte mit der schwächsten Rate seit 16 Monaten zu. Auch die übrigen Lebensmittel verteuerten sich nur um 5,1% nach 6,1%. Die Kerninflation lag mit 2,4% auf dem niedrigsten Stand seit Oktober 2024.

Die Notenbank zweifelt aber noch daran, dass das schon einen neuen Trend begründet. Denn sämtliche Vorlaufindikatoren zeigen nach oben. Die Einkaufsmanager für das produzierende Gewerbe sehen optimistischer in die Zukunft. Vor allem die Auftragseingänge boomten.

Auch im Service läuft es rund

Bei den Dienstleistern stieg die Stimmung den zehnten Monat in Folge und erreichte mit 53,7 Zählern den höchsten Stand seit Februar 2025. Der Auftragseingang legte zu und der Auftragsbestand stieg mit der stärksten Rate seit September. Neueinstellungen stiegen weiter, wenn auch mit geringerer Dynamik.

Die anziehenden Neueinstellungen sind dafür die Basis. Im Januar kletterte das Barometer von 37,2 im Vormonat auf 37,9 Punkte. Der Umfragewert verharrte unter den erwarteten 38, markierte jedoch den höchsten Wert seit April 2024.

Call auf Nikkei

Anleger können damit weiter auf den Nikkei und den Yen spekulieren. Die Börsenstimmung am Kabutocho ist gut. Risikobereite Anleger setzen auf einen Nikkei-Call und partizipieren gleichzeitig vom anziehenden Yen. Einen Turbo ohne Laufzeitbegrenzung hat die Societe General mit der WKN FA1SVC im Angebot. Der Call notiert mit einem Hebel von 2,3 bei 13,69 Euro und hat ein Bezugsverhältnis von 0,1. Die K.O.-Schwelle liegt bei 24.678,67 Punkten.

Fazit: Der negative Realzins und der schwache Yen zeigen ihre Wirkung. Die Konjunktur belebt sich, trotz steigender Zinsen am langen Ende. Anleger setzen auf Aktien und den Yen.
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