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Devisen-Prognosen im Überblick

Markterwartungen 2025 – Dollar, Yen, Euro und die Zinsen

2025 bleibt geprägt von Widersprüchen: Während der US-Dollar von Trumps Politik gestützt wird, könnten Wachstumsrisiken ihn im Jahresverlauf schwächen. Der Euro hofft auf eine Erholung, und der Yen könnte von Japans Zentralbank profitieren. Was erwartet die Märkte bei Wechselkursen und Zinsen? Ein Blick auf die Prognosen führender Banken.

Das Euro-Desaster nimmt seinen Lauf. Folgt man den Prognosen der Volkswirte wichtiger Privatbanken, die FUCHS DEVISEN dazu befragt haben, kann sich der Kurs des Euro auch nach dem jüngsten Absturz nicht erholen. Die Einheitswährung wird nach unten durchgereicht und nähert sich erneut dem Gleichstand zum US-Dollar.

Gegenüber den Erwartungen im Oktober 2024 wird der Eurokurs per Ende März im Median im 6 Cent günstiger, per Ende Dezember sogar um 9 Cent billiger eingeschätzt. Die deutlichste Revision macht die LBBW, die den Euro in 3 Monaten um 8 Cent günstiger zum Dollar sieht. Die Gemeinschaftswährung ist damit Spiegelbild der europäischen Wirtschaftslage: schwach mit geringer Aussicht auf Besserung. Hinzu kommt die laxe Zinspolitik der EZB, die mehr Rücksicht auf die Staatshaushalte als auf die Verbraucher nimmt, die die dauerhaft erhöhten Inflationsraten in Kauf nehmen müssen.

Markterwartungen 2025 – Dollar, Yen, Euro und die Zinsen

Die Analysten von Safra Sarasin erwarten, dass die Stärke des US-Dollars in der zweiten Jahreshälfte 2025 nachlassen wird. Aktuell wird der Dollar durch eine robuste US-Wirtschaft und eine restriktive Fed-Politik gestützt. Doch die Wachstumsrisiken der von Trump angestoßenen Handelspolitik könnten den Dollar schwächen und dem Euro im Laufe des Jahres Auftrieb verleihen. 

Berenberg betont ebenfalls die hohe Bewertung des Dollars, sieht aber eine mögliche Korrektur erst bei anhaltender politischer Stabilität in Europa. Pictet Wealth Management prognostizieren hingegen eine anhaltende Stärke des Dollars, getragen durch protektionistische Maßnahmen und einen engen Arbeitsmarkt. Widerstreitende Argumente betreffen insbesondere Trumps Handelsagenda, die laut Safra Sarasin mittelfristig die globalen Wachstumsdynamiken belasten könnte.

Yen: Vorsichtiger Optimismus

Für den Yen erwartet Safra Sarasin eine moderate Aufwertung. Die Bank of Japan könnte mit Zinserhöhungen den Yen stützen, während ein Nachlassen der US-Wirtschaft den Druck auf den Yen verringert. Pictet sehen den Yen hingegen weiterhin durch die Stärke des Dollars belastet und erwarten einen Kurs von 160 Yen pro Dollar innerhalb von 12 Monaten.

Zinserwartungen: Euroraum mit Lockerungsspielraum

Im Euroraum steht eine weitere Zinssenkung durch die EZB an. Im Median werden die 3-Monatszinsen per Ende März um 73 Basispunkte günstiger gesehen als noch im Oktober. Beim US-Zins sehen die Volkswirte per Ende Dezember die Kurzfrist-Marktzinsen um 45 Basispunkte günstiger als derzeit. Laut Safra Sarasin könnten die niedrigen Zinsen im zweiten Halbjahr 2025 das Wachstum leicht beleben, wobei politische Unsicherheiten, insbesondere in Frankreich und Deutschland, als Bremse wirken könnten. Berenberg sieht weniger Raum für eine deutliche Lockerung, da die Kerninflation trotz fallender Gesamtinflationsraten hartnäckig bleibt.

USA: Begrenzte Zinssenkungen trotz Inflationsdruck

Die US-Notenbank dürfte ihre restriktive Haltung fortsetzen. Safra Sarasin erwartet, dass Trumps fiskalische Impulse die Wirtschaft kurzfristig stützen, jedoch auch Inflation und Staatsverschuldung anheizen. Ähnlich argumentiert Berenberg, dass die Fed zwar wenig Spielraum für Zinssenkungen habe, aber die politischen Risiken den Markt negativ überraschen könnten.

Japan: Gezielte Straffung

Die Bank of Japan wird voraussichtlich ihre Zinspolitik vorsichtig straffen, um den Yen zu stabilisieren. Dennoch bleibt die Abhängigkeit Japans von externem Wachstum ein Risikofaktor, der die Zinsen limitiert.

Fazit: Während der US-Dollar kurzfristig stark bleibt, könnten Wachstumsrisiken und politische Unsicherheiten im Jahresverlauf eine Korrektur auslösen. Der Euro könnte davon profitieren, während der Yen durch die japanische Geldpolitik gestützt wird. Die Zinsentscheidungen der Zentralbanken bleiben dabei ein entscheidender Faktor für die Märkte.
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