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Das britische Pfund trumpft auf

Muss die BoE die Zinsen erhöhen?

© Bank of England
UK lockt mit hohen Zinsen, die das Pfund zum Euro antreiben. FUCHS-Devisen sieht gute Chancen auf der Anleihen-Seite.

In das britische Pfund kommt Bewegung. In den drei Monaten bis April fiel die Arbeitslosigkeit auf 4,9%. Die Anzahl der Beschäftigten stieg um 100.000, insbesondere durch einen Anstieg der Vollzeitbeschäftigten. Parallel dazu sank die Zahl der Arbeitslosen. Das ist ein Signal, das den Spielraum der Notenbank nach unten einschränkt.

Zugleich blieb die Inflationsrate mit 2,8% im Mai moderat und auf dem Niveau des Vormonats. Der niedrigste Stand seit März vorigen Jahres wurde gestützt von reduzierten Preisanstiegen im Wohnen, Haushaltsdiensten und Lebensmitteln. Die Transportkosten wurden allerdings von höheren Spritpreisen getrieben.

Notenbank hält still

In diesem Szenario bewegt sich die Notenbank derzeit nicht. Mit 7 gegen 2 Stimmen votierte sie für eine Beibehaltung des Leitzinses bei 3,75%. Zwei Notenbanker votierten für eine Zinsanhebung um 25 Basispunkte. Die nächste Sitzung findet am 30. Juli statt. 

Die Notenbank steckt auch in UK im Dilemma. Der Anstieg der Energiekosten treibt die Preise und bremst die Verbraucher. Die gefürchteten Zweitrundeneffekte durch steigende Löhne könnten die Notenbank perspektivisch zum Handeln zwingen.

Vorübergehender Konjunktur-Knick

Einen Dämpfer könnte die Konjunktur im Fahrwasser der geopolitischen Unsicherheiten erleiden. Die Umfrage unter den Produzenten zeigte für das zweite Quartal einen Erdrutsch. Die geopolitischen Unsicherheiten führten zu einem deutlichen Rückgang in den Auftragseingängen und einem sprunghaften Anstieg der Inflationserwartungen. Die Investitionsbereitschaft geht auf Tauchstation und ist ein wichtiger Vorlaufindikator. Diese Daten dürften durch die aktuellen Entspannungen im Iran schon wieder etwas relativiert sein, auch wenn gerade wieder Bomben fallen. 

Die Konsumentenstimmung trübt sich dennoch etwas ein. Die Umfrage für den Monat Juni lag bei -23 Punkten. Vor allem junge Haushalte zogen die Stimmung nach unten. Die Bereitschaft zu größeren Anschaffungen lag unverändert auf dem niedrigsten Niveau seit Januar 2025. 

Anlagechancen bein Anleihen

Für Anleger rücken in diesem Umfeld Anleihen ins Blickfeld. Zinssammler setzen auf Qualität, voran bei Staats- und Unternehmensanleihen. Der französische Luxusgüterkonzern LVMH bietet mit der WKN A28TL6 einen lukrativen Corporate Bond. Die Unternehmensanleihe läuft noch bis zum 11. Februar 2027 und bietet einen Kupon von 1,125%. Der Bond rentiert bei einem Kurs von 98,20% effektiv mit 4,2% p.a. Die Anleihe verfügt mit einem Aa3 über ein hochwertiges Investmentgrade-Rating.

Wer auf eine längere Laufzeit setzen möchte findet mit der WKN 159200 eine passende Staatsanleihe. Der Bond läuft noch bis zum 07. Juni 2032 und trägt einen Kupon von 4,25%, der halbjährlich zur Zahlung ansteht. Nächster Zinstermin ist der 07. Dezember. Bei einem Kurs von 99,43% liegt die effektive Rendite bei 4,36%.

Fazit: Das Pfund entwickelt Kraft. Die hohe Zinsdifferenz zum Euro spricht für eine weitere Aufwertung des GBP. Die Inflation dürfte nur eine Pause machen, bevor sie ein Comeback erleben wird.
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