Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
2350
Japan: Politiker-Wechsel löst Erwartungs-Umschwung aus

Neues Anlage-Szenario in Japan

Die politischen Veränderungen in Japan wirken sich erheblich auf das Chancen-Risiko-Profil für Anleger aus. Die Wahl von Sanae Takaichi und ihre expansive Wirtschaftspolitik haben den Yen unter Druck gesetzt, während die Renditen japanischer Anleihen anziehen. Welche Chancen und Risiken gehen mit der neuen politischen Ausrichtung einher?
Die politischen Entwicklungen in Japan verändern das Chancen-Risiko-Profil für Anleger grundsätzlich. Der Markt hat ziemlich ruppig eine neue Perspektive insbesondere der Geldpolitik eingepreist. Das zeigt sich beim Blick auf den Yen, der mit den politischen Nachrichten tief gefallen ist. 

Neuer Blick auf Yen, Anleihen und Aktien

Die politische Zäsur macht einen neuen Blick auf den Yen, japanische Anleihen und Aktien nötig. Sie wissen: Die Liberal-Demokratische Partei hat Sanae Takaichi zur neuen Führungsfigur gewählt. Das ist eine wirtschaftspolitische Weichenstellung (FB vom 09.10.). Takaichi hat sich wirtschaftspolitisch expansiv positioniert, sie fordert stärkere staatliche Impulse und hat signalisiert, dass die Geldpolitik mit den Wachstumszielen der Regierung in Einklang stehen müsse. 

Dies hat zwei unmittelbare Marktreaktionen ausgelöst. Der Yen purzelt, die Renditen japanischer Staatsanleihen steigen. Hintergrund: Die Kombination aus erwarteter fiskalischer Expansion und - nun auch in Japan - politischem Druck auf die Geldpolitik erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass die Bank of Japan (BoJ) ihren extrem vorsichtigen Fahrplan für Zinserhöhungen nur schwer wird fortsetzen können. Das schwächt den Yen, ist förderlich für japanische Export-Aktien (FK vom 09.10.) und verändert den Blick auf die Renditeerwartung für Nippons Staatsanleihen. Die Renditen dürften nun weiter steigen. Davon können Anleger mit einer Laufzeitverkürzung profitieren. 

Neue Yen-Schwäche treibt Export-Aktien an

Der Yen dürfte in diesem Umfeld zunächst schwach bleiben und weiter fallen. Denn die Erwartungen für einen Aufholprozess bei den Zinsen werde ausgepreist. Carry-Trades werden damit wieder interessanter, vor allem gegenüber dem Euro. Denn die Europäische Zentralbank dürfte die Zinsen kaum senken können. Aussichtsreich könnte auch das etwas exotische Währungspaar AUD|JPY sein, denn Australien hat einen großen Zinsvorsprung. 

Bei den Aktien dürften Exportwerte neue Flügel bekommen. Profiteure könnten hier z. B. die Toyota Motor Corporation (ISIN: JP 363 340 000 1), Sony (ISIN: JP 343 500 000 9) oder auch Mitsubishi UFJ Financial Group (ISIN: JP 390 290 000 4) sein. Weitere Aktien haben wir Ihnen gestern schon in FUCHS-Kapital vorgestellt. 

Fazit: Für Japans Finanzmärkte gibt es ein neues Szenario. Der Yen dürfte weiter zu Schwäche neigen, die Renditen und Aktienkurse steigen. Die Notenbank wird ihre Zinsanpassungen nach oben verzögern. Zugleich wächst aber das Risiko politischer Interventionen auf der Währungsseite. Die Volatilität im Yen dürfte größer werden. 
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • HotStock der Woche

1&1 stärkt Finanzstruktur

Die Aktien von 1&1 steigen rasant. Eine Kapitalerhöhung und eine neue Finanzierungsstruktur sind Auslöser. Die Veränderung ist für Anleger interessant.
  • Fuchs plus
  • Die Anlageidee der FERI AG

Research statt Bauchgefühl: Wie FERI Kapitalmärkte interpretiert

Illustriert mit MS Copilot
5,2 Millionen Euro Vermögen, eine geplante Unternehmensgründung und der Wunsch nach langfristigem Vermögenserhalt stellen hohe Anforderungen an jede Vermögensverwaltung. Die FERI AG beantwortet diese Herausforderung nicht mit einer klassischen Depotlösung, sondern mit einem researchgetriebenen Multi-Asset-Ansatz. Im Mittelpunkt stehen Kapitalmarktforschung, Szenarioanalysen und aktive Asset Allocation. Lesen Sie hier.
  • Fuchs plus
  • Bekämpfung der Finanzkriminalität

Mehr Kompetenzen für die Länder

Die Bundesregierung will die Finanzkriminalität besser bekämpfen. Dafür bekommen jetzt auf Forderung des Bundesrates die Länder mehr Kompetenzen eingeräumt.
Zum Seitenanfang