Hier können Sie zwischen der Ansicht für Geschäftskunden und Privatkunden wechseln.
Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
Geschäftskunde
Privatkunde
0,00 €
1790
Anlagemöglichkeiten am "anderen Ende der Welt"

Neuseelands Arbeitsmarkt setzt Notenbank unter Druck

Strand in Neuseeland. © WaitforLight / stock.adobe.com
Der neuseeländische Arbeitsmarkt brummt. Die Menschen sind in Lohn und Brot, die Gehälter steigen. Neuseelands Notenbank wird dadurch unter Druck gesetzt. Sie muss handeln, wenn sie das Risiko einer Lohn-Preis-Spirale verhindern will.
Der neuseeländische Arbeitsmarkt setzt die Notenbank noch stärker unter Druck. Die Arbeitslosenquote sank zuletzt auf 3,3% – das ist knapp oberhalb des neuseeländischen Allzeittiefs bei 3,2%. Das Lohnwachstum beschleunigte sich gleichzeitig so sehr wie seit 2008 nicht mehr. Die Lohnkosten in der Privatwirtschaft stiegen auf Jahresbasis um 3,4%. Der Markt hatte im Konsens 3,3% erwartet. Die Inflationsrate liegt aktuell bei 7,3%. 

Neuseeland-Notenbank kann sich keine Lockerungen erlauben

Die Spekulation, dass die Kiwi-Notenbank bald wieder in einen lockereren Modus schalten könnte, scheint sich vor diesem Hintergrund nicht zu bewahrheiten. Bei ihrer nächsten Sitzung erwarten Marktbeobachter im Konsens, dass die Reserve Bank of New Zealand ihren Zinssatz um weitere 50 Basispunkte erhöht. Der Leitzins läge dann bei 3,00%. Stärkere Zinsschritte, um den Arbeitsmarkt abzukühlen und die Inflation zurückzuholen, sind allerdings auch nicht zu erwarten. Dagegen steht die hohe Verschuldung der Haushalte am Immobilienmarkt. Die von der Kiwi-Notenbank für Mitte 2023 angekündigten 4,00%, werden wohl aber bereits zum Jahreswechsel erreicht. 

Der Markt dürfte diese Zinsschritte bereits im Kurs von USD|NZD eingepreist haben. Der Kiwi-Dollar hat gegenüber seinem großen Bruder allerdings auch schon einiges an "Federn gelassen": Stand USD|NZD im vorigen Jahr noch bei 1,42, sind es aktuell 1,59. FUCHS-Devisen gewichten den Kiwi-Dollar daher vorerst neutral. Als Sicherheitswährung ist der Neuseeland-Dollar allerdings gerade für Euro-Anleger eine interessante Diversifikations-Option. 

Schwacher Kiwi-Dollar gibt Export-Titeln Rückenwind

Auch neuseeländische Exportaktien sind angesichts des starken US-Dollars und des ebenfalls starken Austral-Dollars einen Blick wert. Interessant sind beispielsweise der Medizintechniker Fisher & Paykel Health (ISIN: NZ FAP E00 01S 2) oder der Obsthändler Scales (ISIN: NZ SCL E00 02S 8).

Fazit: Die Kiwi-Notenbank muss eine Gratwanderung schaffen: Inflationsbekämpfung ohne dabei ein "Blutbad" am Immobilienmarkt auszulösen. Sie ist zu einer moderaten Gangart bei ihren Zinsanhebungen damit "verdammt".
Neueste Artikel
  • Wochenbericht zu Projekt IX in KW 15: Rendite, Risiko und Handel

Warum Kapitalstärke alleine nicht reicht

Illustriert mit Canva und ChatGPT
Kalenderwoche 15 offenbart im Performance‑Projekt 9 (Stiftungsportfolio) ein klares Bild. Große Vermögen treffen auf moderate Märkte, das Benchmarkdepot setzt den Takt. Während die Portfolios reagieren, zeigt sich deutlich, was in diesem Projekt trägt: weniger Aktion, mehr Struktur. Wer genau hinschaut, erkennt, warum sich manche Strategien behaupten – und andere bewusst zurücknehmen.
  • Wochenbericht zu Projekt VIII in KW 15: Performance, Gewinner und Verlierer

Markt, Fonds, Benchmark – Lektionen aus Projekt 8

Illustriert mit Canva und ChatGPT
Kalenderwoche 15 war im Performance‑Projekt 8 (vermögensverwaltende Fonds) eine Woche ohne jede Handelsaktivität. Kein Fondswechsel, keine taktischen Manöver, keine Eingriffe. Und doch entstand ein klares Bild. Das Benchmarkdepot setzte den Maßstab, die Fondsportfolios reagierten unterschiedlich. Wer genau hinsieht, erkennt: Gerade im Fondsprojekt zeigt sich, wie viel Struktur, Ausrichtung und Historie wirklich bedeuten.
  • Wochenbericht zu Projekt VII: Bewegung, Mut und Momentum im Private Banking

Struktur schlägt Aktion – Lektionen aus Projekt 7

Illustriert mit Canva und ChatGPT
Kalenderwoche 15 im Performance‑Projekt 7 (Private Banking Depot) war keine Woche der lauten Entscheidungen, sondern der leisen Wirkungen. Das Benchmarkdepot blieb passiv, nur wenige Vermögensverwalter handelten aktiv – und dennoch entstand eine klare Rangordnung. Wer genauer hinsieht, erkennt: Diese Woche erzählt viel darüber, wie Struktur, Markt und Risiko zusammenspielen, wenn Aktion zur Nebensache wird.
Zum Seitenanfang