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Eingelullte Zinsmärkte

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Ist das die schöne neue Welt? Die Regierungen verschulden sich, aber es gibt im Grunde kein "es geht nicht mehr". Schaut man auf die Risikoampeln im Finanzsystem, die Zinsspreads zwischen den einzelnen Ländern insbesondere der Eurozone, könnte man diesen Eindruck gewinnen. Doch er täuscht, glauben Allianz/Euler.

Die Risiko-Sensoren für die Schuldentragfähigkeit einzelner Länder zeigen Ausfallerscheinungen. Allianz/Euler spricht in einer aktuellen Studie von einem „Geist der Selbstzufriedenheit“. Die Zinsspreads – zentraler Indikator für unterschiedlich starke Schultern je Land – haben sich derart eingeengt, dass sie als Signalgeber quasi ausfallen. Die Märkte gehen nach der gemeinsamen Schuldeninitiative Europas von einem künftigen Schuldenpool aus. Alle für einen …

Euler Hermes-Allianz erwarten, dass die Unionsländer ihre neuen Möglichkeiten zum Schuldenmachen weidlich nutzen werden. Doch das Research der beiden Partnerunternehmen glaubt auch, dass die Märkte testen werden, wie tragfähig das Schuldenbündnis ist.

Abweichler unter Beobachtung

Ihr künftiger Indikator: Welcher Staat weicht besonders stark vom durchschnittlichen Schuldentrend in der Eurozone ab? Dies könnte wieder zu einer Ausweitung der Zinsspreads unter den einzelnen Staaten der Eurozone führen. Die EZB könnte gezwungen werden, einseitig verstärkt Staatsanleihen der besonders gefährdeten Staaten (Italien, Spanien, Portugal, Griechenland, zunehmend Frankreich) aufzukaufen. Das dürfte zu Zweifeln an der dauerhaften Stabilität der Eurozone führen.

Allianz/Euler haben die mögliche Entwicklung modelliert und kommen zu dem Schluss, dass die Länder der EU-Peripherie für einen außerordentlichen Zinsanstieg anfällig bleiben. Die Gefahr liegt also darin, dass sich die Märkte gefährlich einlullen lassen. Umso schmerzhafter wird das Erwachen. Generell befänden sich die Märkte in einer Phase mit potentiellen systemischen Liquiditätsstörungen – eine Situation, die die Ausweitung von Zinsabständen zwischen den Staaten begünstigt. Das könnte insbesondere der Eurozone und EZB „auf die Füße fallen“.

Risiko eines "Sparschocks"

Ein weiteres Risiko sieht Allianz/Euler in einem US- und/oder deutschen „Sparschock“. Auch das würde letztlich zu einem Ausweiten der Spreads führen. Die Staaten der EU-Peripherie hätten es somit nur bedingt in den eigenen Händen, zu einer Stabilisierung ihre Staatsverschuldung zu kommen.

Fazit: Die Länder der EU-Peripherie können sich nicht lange hinter dem breiten Rücken ihrer solventen Nachbarn verstecken – auch wenn diese bereit sind, ihre Bonität zu teilen. Empfehlung: Es ist somit riskant, auf einzelne Staatsanleihen der Peripherie mit leichten Zinsaufschlägen

wird nicht bezahlt.

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