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Norwegische Krone hat Potenzial

Norwegen hat einen Rohstoff-Turbo

© Norges Bank
Der globale Kampf um fossile Rohstoffe zeigt sich in den geopolitischen Spannungen um Venezuela und Grönland. Norwegens Wirtschaft profitiert stark von Öl- und Gasexporten. Anleger können sich diese Dynamik ins Portfolio holen.

Der Kampf um Rohstoffe wird mit den geopolitischen Ereignissen um Venezuela und Grönland sichtbar. Die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen ist weiterhin hoch. Diese machen auch den Löwenanteil der Exporte Norwegens aus. Gut 61% entfallen auf die Ausfuhr von Öl und Gas. Sollten die Preise dafür eine Erholung erleben, dürfte die Exportüberschüsse des Nordlichts kräftig zulegen und die NOK anschieben.

Die norwegische Notenbank hat ihren Leitzins zuletzt konstant gehalten (4%). Die Wahrscheinlichkeit, dass der Zinssenkungszyklus nach bisher nur zwei 25 Basispunktschritten abgeschlossen ist, ist dennoch hoch. Die Erwartungen der Analysten sehen die aktuelle Marke als Maß der Dinge, obwohl die Notenbank für 2026 bis zu zwei weiteren Zinssenkungen in Betracht zieht.

Kann die Zentralbank weiter senken?

In Anbetracht des Inflationsziels bei 2% ist dies aber fraglich. Die Notenbank selbst erkennt an, dass weiterhin eine restriktive Politik notwendig ist, um das Inflationsziel zu erreichen. Im Dezember lag die Inflation mit 3,2% über den erwarteten 3,0%, scheint dabei einen Boden gefunden zu haben. Auch die Kernrate lag mit 3,1% über den Erwartungen.

Derweil steigt die Stimmung der Produzenten. Wir sehen eine Aufwärtsrevision im vierten Quartal und einen positiven Blick in die Zukunft. Insbesondere Zwischenprodukthersteller erwarten bessere Geschäfte. Die Preise sollen für Inlands- und Exportgüter weiter anziehen, vor allem für Konsumprodukte. Die zurückhaltende Einschätzung zur Beschäftigung dürfte sich im ersten Halbjahr ändern, da Produzenten auch für das erste Quartal des neuen Jahres positiv gestimmt bleiben, trotz der handels- und geopolitischen Spannungen. Die Arbeitslosenquote im November entsprach mit 4,5% den Erwartungen und lag über der nach unten revidierten Oktoberzahl von 4,4%. Für den weiteren Verlauf gehen wir von einer Belebung des Arbeitsmarktes in Norwegen aus und sehen die Krone fester. Mit Aktien und Anleihen profitieren Anleger zusätzlich davon.

Anleihen für Konservative

Die KfW bietet mit der WKN A4SAW2 eine Kronen-Anleihe mit einer Laufzeit bis 15. März 2028. Das Papier offeriert einen Kupon von 3,18%. Bei einem Kurs von 97,98% rentiert der Jahreszahler effektiv mit 4,18%. Die Anleihe ist mit einem Tripple-A ausgestattet.

Ein Unternehmen im Öl und Gas-Sektor in Norwegen neben Equinor ist Aker BP (WKN A0LHC1). Die drei Kerninvestoren Aker, BP und Lundin halten mehr als 50% der Aktien. Das Unternehmen ist aus dem Zusammenschluss von Det Norske Oljeselskap ASA und BP Norges AS 2016 entstanden. Das Unternehmen ist auf dem Festlandsockel in der Exploration und Produktion von Öl und Gas tätig. Die Eigenkapitalquote liegt bei gut 30%. Fitch bewertet das Unternehmen mit einem BBB und damit als Investmentgrade. Bei einem Kurs-Buchwert-Verhältnis von 1,5 liegt das prognostizierte Kurs-Gewinn-Verhältnis für 2026 bei 15,2. Die in Aussicht stehende Dividende mündet in einer Rendite von 9,7%.

Fazit: Öl und Gas bieten der Krone einen Hebel. Die Kurs-Niveaus der vernachlässigten Öl-Konzerne bieten antizyklisch eine spannende Kaufgelegenheit. Schaltet die Krone einen Gang höher, erhalten Investoren Zusatzrendite.

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