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Norwegische Krone im Aufwind: Chancen für Anleger

Norwegens Krone zieht an

© Norges Bank
Die norwegische Krone gewinnt an Wert und zieht Investoren an. Trotz begrenzter Wachstumsaussichten glänzt Norwegens Wirtschaft mit sinkender Arbeitslosigkeit und verbesserter Verbraucherstimmung. Die Norges Bank bleibt vorsichtig. IN diesem Umfeld gibt es interessante Anleihen und Aktien.

Die norwegische Krone zieht an. Gegenüber dem Euro hat sie seit Mitte Dezember mehr als 5% zugelegt und Investments aus der Euro-Region über die Währung gehebelt. Trotz der begrenzten Wachstumsaussichten für dieses Jahr profitiert das Nordlicht vom sinkenden Risikoappetit internationaler Investoren.

Gute Aussichten für Norwegens Wirtschaft

Die Rahmenbedingungen in Norwegen sind gut. Die Arbeitslosenrate setzte im Dezember ihren Abwärtstrend fort und lag mit 4,3% unter dem Vormonat. Die niedrigste Arbeitslosenrate seit Februar ging einher mit einem Anstieg in der Beschäftigung auf 69,5% und einer anziehenden Partizipationsrate auf 72,6%. Insbesondere sank die Jugendarbeitslosigkeit auf ein Elfmonatstief mit 12,8%.

Die verbesserte Arbeitsmarktlage spiegelt sich in der Verbraucherstimmung wider. Im vierten Quartal lag das Sentiment zwar mit 3,7 Punkten weiterhin im negativen Bereich, erholte sich jedoch das zwölfte Mal in Folge. Grund war, dass Konsumenten die Konjunktur für das nächste Jahr weniger pessimistisch einschätzen.

Notenbank bleibt flexibel

Die Norges Bank beließ den Leitzins wie erwartet bei 4%. Mit Hinweis auf die hartnäckige Inflation rechtfertigten die Währungshüter die restriktive Haltung. Andererseits sieht die Notenbank Zinssenkungspotenzial für ein bis zwei Senkungen im Jahr 2026. Die Währungshüter reduzierten ihre Wachstumsprognose auf +1,4% für 2026.

Mit 3,6% überraschte die Inflation im Januar aber auf der Oberseite. Der höchste Stand in vier Monaten ging einher mit anziehenden Preisen für Versorger- und Dienstleistungen. Die Teuerung könnte die Notenbank also bei den Senkungen ausbremsen. In diesem Umfeld würden Anleihen profitieren.

Kupons für Risikoscheue

Als Tripple-A-Schuldner ist Norwegen ein interessanter Anleiheemittent. Mit der WKN A3KLQ9 partizipieren Anleger bis zum 17. September 2031 an der Entwicklung der NOK. Sie bekommen einen Kupon von 1,25%. Bei einem Kurs von 85,68% wirft der Bond effektiv 4,17% ab.

Dividende für Offensive

Auf der Suche nach innovativen Maschinenbauern werden risikogeneigtere Anleger bei Kongsberg Gruppen (WKN 888818) fündig. Der internationale Technologiekonzern entwickelt, produziert und vertreibt technologische Systeme für die maritime, Öl-, Gas-, Verteidigungs- und Luftfahrtindustrie. Gut 50% entfallen auf den Bereich Handelsschiffe und Offshore-Bohrungen. Europa und die USA sind mit gut 31% und knapp 24% größte Absatzmärkte gefolgt vom Heimatmarkt mit 18%. Größter Einzelaktionär ist der norwegische Staat mit 50% Anteil. Der Umsatz wuchs in den zurückliegenden sieben Jahren unter hohen Schwankungen um durchschnittlich knapp 8% pro Jahr. In den nächsten drei Jahren soll er im Schnitt um gut 17% per anno zulegen. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt allerdings bei 38. Die in Aussicht stehende Dividende resultiert in einer Rendite von 1,4%.

Fazit: Wir sehen gute Anlagechancen in Norwegen. Das Umfeld ist gut, die NOK dürfte Rückenwind haben. Norwegen ist ein gutes Anlageziel für risikoscheue Anleihe-Picker.
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