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Zweigeteiltes Bild in Norwegen

Norwegens Zinsen bleiben hoch

Für Norwegen gibt es vorerst keine Perspektive für Zinssenkungen. Das hat die Notenbank klargemacht. Für Anleger entsteht daraus eine gute Perspektive für NOK-Investments.

Die Norges Bank hat ihren Leitzins bei 4,5% belassen. Der Grund: Die Ungewissheit über die künftige Inflation ist zu hoch. Darum will die Norges Bank weiter einen bremsenden Effekt auf Konjunktur und Inflation aufrecht erhalten. Das wird die Krone stützen. 

Die jüngsten Inflationsdaten waren zwar weiter rückläufig. Für Mai lag die Teuerung nur noch bei 3% nach 3,6% im Vormonat. Allerdings fürchten die Geldhüter in Norwegen wohl, mit Zinssenkungen zu voreilig zu sein. Mit Blick auf die Kerninflation ist das verständlich. Diese war zwar auch rückläufig, jedoch mit 4,1% deutlich zu hoch. Darum schloss die Notenbank sogar weitere Zinsanhebungen nicht aus, um ihr Inflationsziel zu erreichen.

Krone geht fester

Die Konjunktur ist stark. Das zeigt sich auch mit Blick auf die Löhne. Diese sollen in diesem Jahr um 5,2% stärker steigen als ursprünglich von der Notenbank erwartet. Das wird den Konsum stützen, dürfte aber auch einen weiteren Inflationsimpuls setzen. Die Stimmung im Gewerbe ist gut, auch wenn sie sich im Mai leicht abgekühlte. Rekordhohe Erdölexporte sorgen für steigende Exporteinnahmen.

Die Krone setzt ihren Aufwertungstrend daher weiter fort. Im großen Bild formt sich eine Schulter-Kopf-Schulter-Formation. Das eröffnet der NOK Aufwärtspotenzial bis gut 10,4 EUR|NOK. Erst dort verlaufen dann erneut Widerstände vom Juni 2023. 

Investment mit Hebel

Anleger können unterschiedlich an einer NOK-Aufwertung partizipieren. Mit unserer Derivate-Empfehlung (FD vom 17.5.) profitierten Anleger bereits. Der Put auf das Währungspaar EUR|NOK (WKN PC7PG5) notiert bei 4,01 EUR und liegt damit gegenüber unserem Kauf mehr als 31% im Plus. Der Schein hat eine Basis bei 11,50 NOK mit einer Laufzeit bis 20. Juni 2025 und einen Hebel von 11,5. Das Aufgeld reduzierte sich auf 2,7%. Der Warrant ist weiterhin haltenswert.

Um Durations-Risiken zu vermeiden, bieten sich kurzfristige Staatsanleihen an. Der Aaa-Bond mit der WKN A1VJX6 läuft noch bis zum 13. März 2025 und bietet einen Kupon von 1,75%. Bei einem Kurs von 98,15% offeriert das Papier eine effektive Rendite bis Fälligkeit in Höhe von 4,5%. 

Geldmarktfonds fürs Liquiditätsmanagement

Wer längere Laufzeiten sucht wird bei der EIB fündig. Mit der WKN A3LTF2 erhält der Investor die Möglichkeit bis zum 23. Juli 2029 von einer Kronenaufwertung zu profitieren. Die Aaa-Anleihe notiert mit 99,53%, bietet einen Kupon von 3,625% und weist eine effektive Rendite zur Fälligkeit von 3,9% auf. 

Der Geldmarktfonds aus dem Hause der Nordea (FD vom 22.3.) eignet sich auch für kurzfristiges Liquiditätsmanagement. Den Nordea 1 Norwegian Short-Term Bond Fund erhalten Sie in einer thesaurierenden (WKN 987173) und in einer ausschüttenden Variante (WKN A14YPZ).

Fazit: Die NOK bleibt eine lukrative Anlagewährung mit Aufwärtspotenzial.
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