Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
2642
Konjunktur und Öl-Preis im Auge behalten

Norwegische Krone mit Doppel-Booster

Eine norwegische Flagge im Gegenlicht der Sonne. © Annette Riedl / dpa / picture alliance
Anders als die Europäische Zentralbank haben die norwegischen Notenbanker bereits damit angefangen, ihre Geldpolitik zu straffen. Das spricht im Prinzip für eine starke Norwegische Krone. Doch so einfach liegen die Dinge nicht.
Die Norwegische Krone wird aktuell durch zwei Entwicklungen gestärkt. Einerseits hebt die straffere Geldpolitik der Norges Bank die NOK an. Im vergangenen Jahr hoben Norwegens Geldhüter zweimal den Leitzins an. Er notiert aktuell bei 0,5%. In ihrem im Dezember veröffentlichten geldpolitischen Report kündigt die Norges Bank zudem an, bis 2024 die Leitzinsen schrittweise auf 1,75% erhöhen zu wollen. Aktuell liegt die norwegische Inflationsrate bei 5,1%.

Die Norwegische Krone ist eine Öl-Währung

Weitere Stärke kommt vom Öl-Preis. Sie wissen: Die Norwegische Krone ist eine Öl-Währung. Die Wirtschaft des skandinavischen Landes ist eng an seine Öl-Wirtschaft auf hoher See gekoppelt. Im Grundsatz gilt daher: Steigt der Ölpreis, steigt die Krone. Genau das erwarten wird für 2022 weiter. Die Konjunktur wird corona-bedingt "stotternd" weiter hochgefahren, die Öl-Nachfrage steigt. Regelmäßig analysieren wir Ihnen das auch auf S.4 der FUCHS-Devisen, zuletzt am 10.12.2021.

Vor allem zum Euro erwarten wir daher eine stärkere Norwegische Krone und raten zu EUR|NOK Short. Anders als die Norges-Banker halten sich die Geldhüter im Frankfurter EZB-Tower noch mit einer strafferen Geldpolitik zurück. Das sollte den Euro schwächen und die Krone stärken. Aus charttechnischer Sicht ist das Paar EUR|NOK gerade an einer Unterstützungszone um 9,90 angelangt. Wir halten es für realistisch, dass diese Unterstützung demnächst fallen könnte.

Starke Krone setzt brummende Konjunktur voraus

Die potenzielle Gefahr für dieses Szenario liegt in einem abkühlenden konjunkturellen Umfeld, bei einer gleichzeitig straffer werdenden Notenbankpolitik und einem starken US-Dollar. Diese Konstellation würde der NOK gar nicht "schmecken", wie uns die Danske Bank mitteilt. Eine Spekulation auf die Norwegische Krone ist also auch eine Spekulation auf eine gute Konjunktur 2022. Warum wir das für wahrscheinlich halten, lesen Sie hier.

Fazit: Anleger, die daran glauben, dass die Konjunktur noch nicht ausgereizt ist, sollten auch auf die Norwegische Krone setzen. In einem abkühlenden Konjunkturumfeld sollte der Euro wieder in die Vorhand kommen.
Neueste Artikel
  • Gesamtschau und Wochenbericht in KW 29 für PP V, PP VII, PP VIII und PP IX

FUCHS-Performanceprojekte: Risikodisziplin bleibt der entscheidende Erfolgsfaktor

Illustriert mit Canva und ChatGPT
Vier Projekte, hunderte Anlageentscheidungen und völlig unterschiedliche Strategien. Dennoch zeigt die aktuelle Auswertung der FUCHS-Performance-Projekte ein erstaunlich einheitliches Bild. Nicht die aggressivsten Portfolios stehen vorne, sondern die Manager mit der konsequentesten Risikokontrolle. Während einzelne Häuser spektakuläre Vermögensstände erreichen, überzeugen andere durch außergewöhnliche Stabilität. Lesen Sie hier.
  • Fuchs plus
  • Wochenbericht zu Projekt IX in KW 29: Vermögensverwalter im Belastungstest

BTV, Berliner Sparkasse, Deka und LLB vor der Benchmark

Illustriert mit Canva und ChatGPT
Das Benchmarkdepot setzt auch in Projekt 9 (Stiftungsportfolio) hohe Maßstäbe. Dennoch gelingt vier Vermögensverwaltern der Sprung über die Referenzmarke. Während die Bank für Tirol und Vorarlberg das Feld beim Vermögensstand anführt, überzeugen Berliner Sparkasse, Deka Vermögensmanagement und die Liechtensteinische Landesbank mit konstant starken Ergebnissen. Die aktuellen Zahlen zeigen, wer Risiken kontrolliert und warum die Mehrheit der Teilnehmer hinter der Benchmark zurückbleibt.
  • Fuchs plus
  • Wochenbericht zu Projekt VIII: Sieben schlagen die Benchmark

Genève Invest, Hansen & Heinrich und FV Frankfurter Vermögen vorne

Illustriert mit Canva und ChatGPT
Das Benchmarkdepot gilt in Projekt 8 als Messlatte für aktives Fondsmanagement. Dennoch haben sieben Vermögensverwalter den Referenzwert inzwischen übertroffen. Während Genève Invest den größten Vermögensvorsprung erzielt, überzeugt FRÜH & PARTNER mit einer außergewöhnlichen Kombination aus Rendite und Risikokontrolle. Viele bekannte Namen bleiben dagegen hinter dem Maßstab zurück. Die aktuellen Zahlen zeigen, wer echten Mehrwert schafft und wer Anlegern aktuell wenig Mehrertrag bietet.
Zum Seitenanfang