Notenbank senkt Zinsen: Inflation bleibt hartnäckig
Wie erwartet reduzierte die Notenbank am 26. November ihren Leitzins um 25 Basispunkte auf 2,25%. Damit wurden die Zinskosten auf den niedrigsten Stand seit Mitte 2022 reduziert. Trotz der noch freien Kapazitäten in der Konjunktur droht ein Comeback der Inflation. Das Ziel der Notenbank, die Teuerung in die Bandbreite von 1 bis 3% zu bewegen könnte in 2026 scheitern. Die Inflation hält sich hartnäckig und liegt oberhalb der Zielbandbreite.
Inflation könnte wieder anziehen
Die Erwartung der Analysten geht in Richtung 2% für die Teuerung in 2026. Die Head-Line-Inflation für das dritte Quartal lag allerdings bei 3,1% und höher als mit 3,0% erwartet worden war und erreichte den höchsten stand seit Juni 2024. Neben Unterbringungskosten waren es Versorgerdienstleistungen, die die Preise trieben. Saisonale Preisrückgänge bei Gemüse wirkten den Preissteigerungen entgegen. Auch die Kerninflation lag mit 3,2% oberhalb der Komfortzone.
Wachstumsausblick dreht
Die Schätzungen für das Wirtschaftswachstum für dieses und nächstes Jahr drehen nach oben. Die Prognosen liegen nun bei einem Plus von 3% nach einer Rezession in 2024, mit der die Konjunktur um 0,5% nach unten ging.
Vorlaufindikatoren bestätigen die positive Einschätzung
Eine Umfrage bei den Verbrauchern im vierten Quartal 2025 hat eine Stimmungsverbesserung ergeben. Der Indexwert stieg von 90,9 Zähler auf 96,5 und damit auf Jahreshöchststand. Sinkende Zinskosten insbesondere für Hypotheken durch Refinanzierung mit niedrigeren Zinsen sorgten für ein verbessertes Sentiment neben einer Aufhellung am Arbeitsmarkt.
Auch die Produzenten blicken zuversichtlicher in die Zukunft. Die Erhebung bei den Einkäufern für den Monat Dezember stieg von 51,4 auf 56,1 Zähler und signalisiert die stärkste Aktivität seit Dezember 2021. Alle Bereiche stehen auf Expansion. Insbesondere legten die Auftragseingänge zu und erreichten den höchsten Stand seit Juli 2021.
Landwirtschaft profitiert
Der Export mit landwirtschaftlichen Erzeugnissen läuft und trägt mehr als 60% zu den Exporten Neuseelands bei. Der niedrige NZD schiebt die Ausfuhren an und sorgt für Investitionen. Ein Vertreter dieses Sektors ist The A2 Milk Company (WKN A1JB6S). Das Unternehmen produziert hochwertige Milchprodukte, die ausschließlich das A2-Beta-Casein-Protein enthalten. Hauptabsatzmarkt ist China, wo zwei Drittel des Umsatzes erwirtschaftet werden. Der Umsatz wuchs in den zurückliegenden sieben Jahren um durchschnittlich jährlich 7,5%. Für das laufende Jahr liegt das KGV bei 33,6 und die Dividendenrendite bei 3,4%.