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Zollstreit-Pause: Notenbanken in USA, Europa, Japan und China in Warteposition

Notenbanken in Hab-Acht-Stellung

Die großen Notenbanken erhalten durch die Pause im Zollstreit eine Atempause. In den USA, Europa, Japan und China herrscht Unsicherheit aufgrund widersprüchlicher Daten: sinkende Inflationsraten bei steigenden Zinserwartungen. Besonders die Bank of Japan steht unter Druck, während die Auswirkungen des von Trump initiierten Zollschocks spürbar sind. Was bedeutet das für den zukünftigen Zinskurs der Notenbanken?

Die Pause im Zollstreit gibt auch den großen Notenbanken eine kleine Atempause. Die ist dringend nötig, denn die Geldhüter in den USA, Europa, Japan und China suchen Orientierung im Daten-Nebel. Zuletzt hatte die US-Notenbank deutlich auf die diffusen Daten hingewiesen. Die Inflationsrate war rückläufig, aber die Zinserwartungen steigen.

Notenbanken in Hab-Acht-Stellung

Auch in Japan beobachten wir dieses Bild. Die Bank of Japan muss ebenfalls auf Zeit spielen und abwarten, bis die Zollverhandlungen abgeschlossen sind. Einerseits zeigen sich bereits kurzfristige Effekte des von Donald Trump ausgelösten Zollschocks. Andererseits werden diese gerade schon wieder abgebaut, weil es die Aussicht auf Kompromisse gibt. Kommen diese aber nicht zustande, drohen neue Schocks.

Erst nach dem Ende der Zollverhandlungen werden sich darum die mittel- und langfristigen wirtschaftlichen Folgen halbwegs solide abschätzen lassen. Derweil stehen die Notenbanken in Hab-Acht-Stellung. Auch in Japan ist daher eine baldige Zinserhöhung zunächst unwahrscheinlicher geworden. Das Bild könnte sich aber schon ab Sommer wieder ändern. Wir erwarten, dass die Notenbank in Japan ab dem Sommer wieder auf den Kurs von Zinserhöhungen einschwenken könnte. 

Fazit: Der Zollstreit hat dazu geführt, dass die Notenbanken auf ihren jeweiligen Pfaden zunächst pausieren. In den kommenden drei Monaten erwarten wir keine Änderungen der Zinspolitiken. Mit Einigungen im Zollstreit oder einem neuen Aufflammen könnte es aber zu unterschiedlichen Reaktionen kommen. Das Risiko großer Wechselkursausschläge, insbesondere zwischen den USA, Japan und China steigt. 
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