Hier können Sie zwischen der Ansicht für Geschäftskunden und Privatkunden wechseln.
Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
Geschäftskunde
Privatkunde
0,00 €
2449
China bald bargeldlos

Peking bereitet rein elektronisches Geld vor

Peking bereitet rein elektronisches Geld vor. Copyright: Picture Alliance
Als eines der ersten Länder der Welt möchte die Volksrepublik China in absehbarer Zeit komplett bargeldlos sein. Nach dem derzeitigen Stand der Planung soll das "Projekt Bargeldlosigkeit" Anfang 2023 beginnen. Daran gearbeitet wird schon seit sieben Jahren, seit 2018 intensiv.
China will 2023 das Bargeld abschaffen. Davon verspricht sich Peking auch international Vorteile. Seit dem Jahr 2014 beschäftigt sich die chinesische Zentralbank mit dem Übergang des Landes zu elektronischem Geld, also der Abschaffung von Banknoten und Münzen. Seit 2018 wird das Vorhaben mit Nachdruck vorangetrieben. Anfang des Jahres 2023 soll es schließlich soweit sein, dass sämtliche Transaktionen in China nur noch bargeldlos mit Hilfe der Mobiltelefone abgewickelt werden können.

Die Gründe sind teils wirtschaftlicher, teils politischer Natur.  China will vor allem den Vereinigten Staaten vorauslaufen. Die aus Amerika stammenden Anläufe zu neuen elektronischen Währungen wie etwa Libra haben Peking aufgeschreckt. Es befürchtet, dass die Amerikaner und auch europäische Zentralbanken China zuvorkommen könnten und ein elektronisches, weltweit zu nutzendes Zahlungssystem aufbauten, dem sich China dann wohl oder übel anschließen müsste.

Angriff auf die Vormachtstellung des US-Dollar

Als Nebeneffekt einer elektronischen Währung verspricht sich China auch eine langsame Reduzierung der Vormachtstellung des Dollar in der Welt. Schließlich dürften immer mehr Länder auf das chinesische System zurückgreifen und dieses auch für sich selbst einführen. Das gilt zunächst für Ostasien. Dann aber auch – so die chinesischen Erwartungen – für andere Teile der Welt. Gewinner wäre der Renminbi.

Zugleich erhofft sich die Regierung, sämtliche Geldbewegungen im Lande genau erfassen zu können. Das würde den Machtträgern in China ganz neue Möglichkeiten für ihr Handeln und Kontrollieren eröffnen. Wie stark Peking Druck macht, zeigt sich daran, dass einzelne technische Entwicklungsaufträge für das neue System an hochentwickelt ausländische Unternehmen vergeben werden. So erhielt ein japanisches Unternehmen den Auftrag für die Umstellung von Verkaufsautomaten auf die alleinige elektronische Zahlungsweise.

Probleme von Millionen alter Menschen ungelöst

Inzwischen hat es schon mehrere erfolgreiche Großversuche, darunter in Shenzhen und in Suzhou gegeben. Weitgehend ignoriert wird von der chinesischen Administration die Frage, wie die alten Menschen in das neue Zahlungssystem integriert werden können. Sie haben meist keinerlei Erfahrung im Umgang mit elektronischen Geräten. Nach vorsichtigen Schätzungen aus China trifft das auf 200 bis 300 Mio. Menschen zu.

Fazit: Wichtig für alle Unternehmen mit China-Beziehungen

Das wird nach China auch schnell in Europa kommen - etwa in Schweden oder der Schweiz

Hier: FUCHSBRIEFE abonnieren

Neueste Artikel
  • Wochenbericht zu Projekt IX in KW 50: Rendite, Risiko und Handel

Starke Woche für Projekt 9: Mehrheit schlägt die Benchmark – nur eine Bank schwächelt

Erstellt mit Canva
In KW 50 legt die Mehrheit der Banken in Projekt 9 (Stiftungsportfolio) eine bessere Wochenbilanz als das Benchmarkdepot (ID 712) hin. Während die Benchmark beim Drawdown klar verliert, verbuchen mehrere Teilnehmer Vermögenszuwächse. Zudem wird aktiv gehandelt: Besonders Weberbank, BW‑Bank und Deka Vermögensmanagement bewegen große Volumina.
  • Wochenbericht zu Projekt VIII in KW 50: Performance, Gewinner und Verlierer

So schlugen sich Banken im Performance‑Projekt 8 in KW 50

Erstellt mit Canva
In KW 50 steigt der maximale Drawdown des Benchmarkdepots von 0,27 Prozent auf 1,28 Prozent. Trotz des Rückschlags bleibt der Benchmark das Referenzdepot für Risikokontrolle. Beim Vermögen ergibt sich ein Wochenminus von 10.171,38 €. Handelsaktivitäten gab es keine. Alle Bewegungen resultieren aus Marktpreisen.
  • Wochenbericht zu Projekt VII: Gewinner, Verlierer und Handelsstrategien

Depotentwicklungen, Risiko und Transaktionen im Private‑Banking‑Vergleich

Erstellt mit Canva
In KW 50 zeigt Projekt 7 ein gemischtes Bild: 12 Depots legen zu, 32 verlieren. Das Benchmarkdepot (ID 605) fällt um 8.402,24 € auf 2.250.384,67 € und erhöht den maximalen Drawdown auf 0,84 Prozent. Aktiv gehandelt haben u. a. Deka (ID 576), FRÜH & PARTNER (ID 583), MAIESTAS (ID 587) und Weberbank (ID 606).
Zum Seitenanfang