Powells Abschied und Unsicherheit
Anfang Mai trifft die US-Notenbank unter Jerome Powells Vorsitz eine letzte Zinsentscheidung, bevor seine Amtszeit offiziell endet. Trotz politischem Druck auf Zinssenkungen bleibt Powell standhaft, da die Inflation weiterhin hoch ist. Doch wie geht es weiter? Sein Nachfolger, Kevin Warsh, ist noch nicht bestätigt.
Anfang Mai (6./7.) wird die US-Notenbank ihre letzte Zinsentscheidung unter dem Vorsitz von Jerome Powell treffen. Dann läuft die Amtszeit des Notenbankpräsidenten aus. Eine Zinsveränderung wird die Fed bei dieser Sitzung nicht vornehmen.
Wachwechsel in der Fed?
Powell wird auch auf seiner voraussichtlich letzten Sitzung dem politischen Druck in Richtung Zinssenkung nicht nachgeben. Dafür hat er gute Argumente. Die Inflationsrate in den USA liegt weiter über dem Ziel der Notenbank. Zudem spüren auch die US-Verbraucher einen steigenden Preisdruck seit Beginn des Iran-Krieges. Die US-Inflationsrate bewegt sich auf 3,4% zu, die Inflationserwartungen der Verbraucher steigen.
Offen ist noch, wie es nach dem offiziellen Ende von Powells Amtszeit weitergeht. Denn sein designierter Nachfolger Kevin Warsh ist noch nicht vom US-Senat bestätigt. Powell hat deswegen bereits angekündigt, auch länger geschäftsführend im Amt zu bleiben. US-Präsident Donald Trump hat dafür schon mit der Entlassung Powells gedroht, was rechtlich allerdings schwierig sein dürfte.
Fazit: Auf der Zinsseite erwarten wir keine Überraschungen. Aber das personal-politische Gezerre um das Ende der Amtszeit von Powell und die Unsicherheit könnte die Finanzmärkte im Mai zusätzlich nervös machen.