Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
0,00 €
1106
Problematische Statik des Finanzgebäudes

Rezessionsnachricht drückt den Yen nur kurz

Die erneute Rezession setzt den Yen kurzfristig unter Druck. Doch dieser Druck dürfte bald verfliegen. Die japanischen Währungshüter haben noch weniger Raum für Lockerungen als die Kollegen in den USA oder in der Eurozone.

Der überaus heftige, schlimmer als erwartet ausgefallene Absturz der japanischen Wirtschaft setzt den Yen leicht unter Druck. Vor allem die erwartete Rückkehr zur Rezession – schon das 4. Quartal 2019 brachte rote Zahlen – wirkt stark belastend.

Noch bedenklicher aus unserer Sicht ist allerdings die mit 930 Mrd. Yen per April ins Defizit gefallene Handelsbilanz. Das ist deutlich stärker als erwartet. Demnach ist der Exporteinbruch so heftig, dass auch die deutlich ermäßigte Rechung für die Energie-Importe keine ausreichende Kompensation bieten konnten.

Einsturzgefahr

Hier liegt Japans Schwachpunkt. Er rührt aus den tief defizitären Staatsfinanzen (Schuldenstand bei 240% vom BIP) und könnte sich von einer Kuriosität in eine echte Gefahr verwandeln. Denn sobald Japan auf Finanzierung durch ausländische Investoren angewiesen ist, besteht akute Einsturzgefahr.

Das ist vorläufig noch nicht zu erwarten. Daher dürfte die Schwäche bald verfliegen. Denn es wird bald klar sein, dass Japans Geldpolitik noch weniger Spielraum für nennenswerte Lockerungen hat als die Eurozone. Der Yen hat daher nur eine geringe Fallhöhe.

Fazit: Wir erwarten eine Fortsetzung des starken Trends für den Yen und sehen auch weiterhin gute Chancen für Derivate auf einen aufwertenden Yen.

Empfehlung: Alternativ zu den üblichen Dollar|Yen- oder Euro/Yen-Papieren könnte ein JPY|GBP-Put wie etwa das endlos laufende Hebelzertifikat der DG Bank (DE000DG4JJ69) mit dem Basiskurs 168,3557 Yen|Pfund interessant sein.

Meist gelesene Artikel
  • Aufnahmeverfahren der "Klimaschutz-Unternehmen" startet in die nächste Runde

Ein attraktives Öko-Netzwerk

Networking ist wichtig, gerade im B2B-Geschäft. Für Unternehmen in den Bereichen Klima- und Umweltschutz gibt es dafür eine interessante Initiative mit hochkarätigen Schirmherren.
  • Fuchs plus
  • Industriemetall im Höhenflug

Bei Platin stockt das Angebot

Platin wird für seine katalytischen Eigenschaften geschätzt. Es beschleunigt chemische Reaktionen und hilft, die Ausbeute zu steigern, beispielsweise bei der Herstellung von Salpetersäure, einem wichtigen Ausgangsmaterial für die Herstellung von Düngemitteln. Kein Wunder, dass ein Angebotsrückgang Folgen hat. Industrie wie Anleger sollten das beachten.
  • Fuchs plus
  • Kosten für den Steuerzahler wie in der Subprime-Krise

US-Studentenkredite werden zum Milliardengrab

Ein (weitgehend) kostenfreies Studium – abgesehen von den Lebenshaltungskosten – wie in Deutschland gibt es nur in wenigen Ländern weltweit. In den USA ist das nicht der Fall. Dort müssen Studenten eine Anleihe auf ihren künftiges Beruf und Einkommen aufnehmen. Der Staat unterstützt zwar Studentenkredite mit einem Programm. Doch die Kosten dafür scheinen aus dem Ruder zu laufen.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • China im Flow

Der Aufschwung geht ungebremst weiter

Die Zahlen aus China bleiben gut. Der Aufschwung geht weiter. Allerdings bleiben Transparenz und Zuverlässigkeit der lokalen Ratings und Einschätzungen dürftig. Daher gilt es, bei den Anlagen Vorsicht walten zu lassen.
  • Fuchs plus
  • Output verringert

Eisenerz: Förderung fällt, Preis steigt?

Am Rohstoffmarkt herrscht Sorge, dass Eisenerz knapp wird. Ohnehin verschlingt China enorme Mengen des Rohstoffs. Kein Wunder, dass der Preis kräftig anzog: Im Mittel des Jahres 2020 lag der Erzpreis bei rund 100 Dollar. Das ist der höchste Stand seit 2013. Wie geht es 2021 weiter?
  • Fuchs plus
  • EUR | USD | JPY

Veritable Dollar-Schwäche

Der Dollar erleidet einen Schwächeanfall. Copyright: Picture Alliance
Die US-Währung erleidet einen veritablen Schwächeanfall. Der Euro hat eine wichtige technische Hürde überwunden und wird kurzfristig weiter nach oben stürmen. Ein Durchmarsch wird das aber sicher nicht.
Zum Seitenanfang