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Das japanische Paradoxon verstärkt sich

Schwaches Wachstum, starker Yen

Die BIP-Daten zum 4. Quartal liegen vor. Demnach schrumpft Japans Wirtschaft schon wieder um (annualisiert) 6,3%. Und die Indikatoren besagen, dass es so weiter geht. Der Yen reeagiert paradox.

Die endgültigen Zahlen zum 4. Quartal bestätigen, dass Japans Wirtschaft schrumpft. Und das in hohem Tempo. Die annualisierte Wachstumsrate für das 4.Quartal zeigt mit -6,3% (Quartalsvergleich -1,6%) einen extrem steilen Absturz an. Und der dürfte sich fortsetzen. Der Einkaufsmanager-Index fiel von 50,1 auf 47 Punkte klar unter die Expansionsschwelle zurück. Die bislang auf die verarbeitende Industrie beschränkte Schwäche hatte sich per Februar auf den Service-Sektor ausgebreitet. Dessen Index fiel von 51 auf 46,8 Punkte ebenfalls in den Schrumpfungsbereich zurück. Die Misere der verarbeitenden Industrie verschärfte sich ebenfalls. Das belegt der Index-Rückgang für diesen Sektor von 48,8 auf 47,8 Punkte.

Damit spricht viel dafür, dass Japan ganz offen in eine Rezession zurückfallen wird. Einzig positiver Umstand ist aus japanischer Sicht der Ölpreisverfall. Er wird sich für das Rohöl-Importland Japan positiv auf das Wachstum auswirken. Die japanische Notenbank hat ähnlich wie die EZB ihre Möglichkeiten ausgereizt, um die Konjunktur monetär anzuregen.

Asiens sicherer Währungshafen

Trotz der schwachen Wirtchaftslage Japans profitiert der Yen von seiner Funktion als sicherer Hafen für die asiatischen Investoren. Daran werden auch die angekündigten Maßnahme von Regierung (Investitionsprogramm) und Notenbank (Ankaufprogramm für ETF-Anteile) nichts mehr ändern. 

Fazit: Der Yen bleibt stark und legt weiter zu. Empfehlung: Spekulative Anleger könnten mit einem Zertifikat wie dem Endlos-Papier der BNP Paribas (DE000PA1NJ48) ihr Glück versuchen.
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