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Riksbank wird Zinsen weiter senken

Schweden: Anlagechancen beim Nordlicht

Die Konjunktur in Schweden hält sich - mit zum Teil durchwachsenen Zahlen. Allerdings ist die Notenbank bereits auf den Zinssenkungskurs eingeschwenkt und beschreitet ihn auch weiter. Das wird Unternehmen stützen und bietet Anlegern gute Chancen.

Die jüngsten Zahlen zum Wirtschaftswachstum in Schweden sind durchwachsen. Die Wirtschaftsleistung schwächte sich im zweiten Quartal weiter ab und stagniert. Die Lage am Arbeitsmarkt hat sich dagegen leicht stabilisiert, die Arbeitslosenquote ist leicht gesunken. 

Die Krone hält sich dennoch. Sie schwankt zwischen 11,20 und 11,75 EUR|SEK. Dahinter stehen vor allem die Hoffnungen auf weiter sinkende Zinsen in Schweden. Diese Maßnahme könnte die Notenbank zur Stützung der Konjunktur ergreifen. 

Riksbank senkt die Zinsen

Schon in der vergangenen Woche senkte die Riksbank den Leitzins um 25 Basispunkte auf 3,5%. Zugleich stellte sie zwei bis drei weitere Zinsschritte in diesem Jahr in Aussicht. Bedingung dafür: Es darf von Seiten der Inflation keine Überraschungen nach oben geben.

Von Seiten der Inflation hat die Riksbank derzeit Rückenwind. Mit der Juli-Teuerung bei 2,6% bewegt sich die Inflation auf das Ziel der Zentralbank zu (2%). Zugleich notierte die Inflation auf dem niedrigsten Stand seit September 2021. Noch im Juli 2023 lag sie bei 9,3%. Zur Erinnerung: Ihren Kurswechsel hat die Notebenban im Mai vollzogen. 

Zinspapiere mit Kurspotenzial

Für Kuponliebhaber bieten supranationale Emittenten attraktive Zinspapiere. Die SEK-Anleihe der IBRD mit der WKN A1V6D5 läuft noch bis zum 05. September 2025. Bei einem Kurs von 98,2% und einem Kupon mit 0,625% rentiert das Tripple-A-Papier auf Verfall mit knapp 2,5%. Der nächste Zinstermin des Jahreszahlers ist der 05. September.

Schwedens führender Industriekonzern Atlas Copco (WKN A3DLJK) ist ebenfalls interessant. Der Spezialmaschinenbauer verdient mit der Herstellung von Luft- und Gaskompressoren sowie elektrischen Generatoren (68%), Maschinenwerkzeuge (16%) und Bau- und Minenbaumaschinen (16%) Geld. Hauptabsatzgebiete sind neben Asien und Ozeanien (37%) auch Amerika (27%) sowie Europa (27%). In den zurückliegenden drei Jahren entwickelte sich der Umsatz dynamisch mit einem Jahresplus von durchschnittlich knapp 20%. Die Eigenkapitalquote liegt bei 49%. Die Aktie wird mit einem 2025er KGV von 28 bewertet und stellt eine Dividendenrendite von 1,8% in Aussicht.

Diversifiziert mit Fonds

IShares und xtrackers bieten ETFs mit Fokus auf Schweden, aber auch mit einem breiteren regionalen Fokus auf nordische Länder, deren Selektion zum Teil mit Nachhaltigkeitskriterien erfolgt. Mit unserer Empfehlung des IShares auf den OMX (WKN A2ARPW) fuhren Anleger bisher Gewinn ein (FD vom 10.5.). Der ETF deckt 105 Positionen ab, thesauriert seine Gewinne und ist physisch nachgebildet. Die jährliche Gesamtkostenquote liegt bei 10 Basispunkten. 

Eine ausschüttende Variante auf die vier nordischen Länder Schweden (35,3%), Dänemark (13%), Finnland (10,2%) und Norwegen (6,7%) bietet xtrackers (WKN A1T791). Die Ausschüttungsrendite liegt bei 0,5%. Der ebenfalls vollständig replizierte Fonds enthält 82 Titel bei einer jährlichen Gesamtkostenquote von 0,3%. Einen höheren Schwedenanteil mit mehr als 45% hat der thesaurierende xtrackers Nordic Net Zero Pathway Paris (WKN DBX0TL). Die Titelselektion erfolgt gemäß EU-Richtlinien und Nachhaltigkeitskriterien. Die jährliche Gesamtkostenquote des vollständig replizierten ETFs beziffert sich auf 0,15%.

Fazit: Anlagen in Schweden sind lukrativ. Auch die Krone hat weiteres Potenzial. Solide Staatsfinanzen (öffentliche Verschuldung 31%) und Unternehmen mit soliden Bilanzen bieten gute Chancen bei vergleichsweise hoher Sicherheit.
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