Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
1799
Strategien für Anleger bei steigender US-Inflation

Starker Dollar dank Fed-Chef Kevin Warsh

© 3alexd / Getty Images / iStock
Japan ist der größte ausländische Finanzier der USA und hat seine Bestände an US-Staatsanleihen deutlich reduziert. Die Mittel werden zum Kauf von Energie (vor allem Öl) genutzt, die überwiegend in Dollar gehandelt wird. Außerdem wird das Kapital auch zum Kauf von Yen eingesetzt, um diesen zu stützen. China setzt seine Dollar-Diversifikation ebenfalls fort. Allerdings kauft das Reich der Mitte vor allem Gold und verkauft im Gegenzug US-Titel. Dennoch hat der Dollar Potenzial nach oben.
Der Greenback scheint gegenüber dem Euro seinen Boden gefunden zu haben. Seit Erreichen des Tiefs bei 1,18 EUR|USD im Juni 2025 geht das Währungspaar seitwärts und verteidigte diese Marke mehrmals. Nach der ersten Notenbank-Sitzung unter Kevin Warsh hat der Greenback ohnehin Rückenwind bekommen. Denn Warsh hat sich als klar gegen die Inflation positioniert. Damit erteilte er Hoffnungen auf Zinssenkungen eine Absage und verärgerte US-Präsident Donald Trump.

US-Inflation zieht an

Denn die Entwicklung der Inflation ist ein Treibsatz. Im Mai kletterte die Inflationsrate von einem Vormonatswert von 3,8% auf 4,2%. Die Erwartung, dass sich nach einem Deal mit dem Iran der Preisauftrieb verlangsamt oder umkehrt, dürfte mit Blick auf die Service- und Produzentenpreisentwicklung verfrüht sein. Will die Fed ihre Glaubwürdigkeit nicht riskieren, wird sie die Zinsen sogar anheben müssen und macht den Greenback damit attraktiver. 

Der Dollar bekommt somit eine Aufwärtsperspektive. Der seit September 2022 etablierte Abwärtstrend bei circa 1,07 EUR USD ist im Falle einer Greenback-Aufwertung Kursziel. Risikobereite Anleger setzen auf den Dollar mit Hebel. Das geht z. B. mit einem Put von Goldman Sachs (WKN GW80F1) auf das Währungspaar EUR|USD. Der Warrant läuft noch bis zum 11. Juni 2027 und hat einen Basispreis bei 1,15 USD. Bei einem Kurs von 1,74 EUR beträgt das Aufgeld gut 2,3%. Der Hebel liegt bei knapp 18,5.

Dollar-Anlagen mit Rückenwind

Eine Alternative für defensive Anleger sind Geldmarktanleger. Lukrativ ist der Amundi USD Fed Fund Rate UCITS ETF (WKN LYX0T3). Der passive Fonds bildet den Solactive Fed Funds Effective Rate Index synthetisch ab. Die thesaurierende Geldmarktanlage hat eine Gesamtkostenquote von 0,1% per anno. Der Fonds liegt auf ein Jahr mit mehr als 4% im Plus.

Wer aktives Management bevorzugt wird bei Deka mit dem Dekalux-Geldmarkt USD (Dis) mit der fündig (
WKN 974557). Der ausschüttende Fonds wird nach interner Bonitätsprüfung in Geldmarktinstrumente und Bankguthaben auf USD angelegt, die eine gewichtete durchschnittliche Restlaufzeit von maximal 12 Monaten aufweisen. Derivate können zu Absicherungszwecken eingesetzt werden. Die laufenden Kosten betragen 0,57% pro Jahr. Der Fonds schüttete am 13. Februar 3,82 USD aus (ca. 3,9%) und legte in den zurückliegenden 12 Monaten 3,9% zu.
Fazit: Der Greenback hat kurzfristig Potenzial und dürfte weiter steigen. Kurzfristig orientierte Anleger mit hoher Risikobereitschaft nutzen Hebel, daran zu partizipieren.
Neueste Artikel
  • Gesamtschau und Wochenbericht in KW 29 für PP V, PP VII, PP VIII und PP IX

FUCHS-Performanceprojekte: Risikodisziplin bleibt der entscheidende Erfolgsfaktor

Illustriert mit Canva und ChatGPT
Vier Projekte, hunderte Anlageentscheidungen und völlig unterschiedliche Strategien. Dennoch zeigt die aktuelle Auswertung der FUCHS-Performance-Projekte ein erstaunlich einheitliches Bild. Nicht die aggressivsten Portfolios stehen vorne, sondern die Manager mit der konsequentesten Risikokontrolle. Während einzelne Häuser spektakuläre Vermögensstände erreichen, überzeugen andere durch außergewöhnliche Stabilität. Lesen Sie hier.
  • Fuchs plus
  • Wochenbericht zu Projekt IX in KW 29: Vermögensverwalter im Belastungstest

BTV, Berliner Sparkasse, Deka und LLB vor der Benchmark

Illustriert mit Canva und ChatGPT
Das Benchmarkdepot setzt auch in Projekt 9 (Stiftungsportfolio) hohe Maßstäbe. Dennoch gelingt vier Vermögensverwaltern der Sprung über die Referenzmarke. Während die Bank für Tirol und Vorarlberg das Feld beim Vermögensstand anführt, überzeugen Berliner Sparkasse, Deka Vermögensmanagement und die Liechtensteinische Landesbank mit konstant starken Ergebnissen. Die aktuellen Zahlen zeigen, wer Risiken kontrolliert und warum die Mehrheit der Teilnehmer hinter der Benchmark zurückbleibt.
  • Fuchs plus
  • Wochenbericht zu Projekt VIII: Sieben schlagen die Benchmark

Genève Invest, Hansen & Heinrich und FV Frankfurter Vermögen vorne

Illustriert mit Canva und ChatGPT
Das Benchmarkdepot gilt in Projekt 8 als Messlatte für aktives Fondsmanagement. Dennoch haben sieben Vermögensverwalter den Referenzwert inzwischen übertroffen. Während Genève Invest den größten Vermögensvorsprung erzielt, überzeugt FRÜH & PARTNER mit einer außergewöhnlichen Kombination aus Rendite und Risikokontrolle. Viele bekannte Namen bleiben dagegen hinter dem Maßstab zurück. Die aktuellen Zahlen zeigen, wer echten Mehrwert schafft und wer Anlegern aktuell wenig Mehrertrag bietet.
Zum Seitenanfang