Hier können Sie zwischen der Ansicht für Geschäftskunden und Privatkunden wechseln.
Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
Geschäftskunde
Privatkunde
0,00 €
2063
Weiterer Baustein der De-Dollarizierung

US-Zinswende schiebt Yuan an

China zieht sich weiter sukzessive aus dem Dollar zurück. Das Reich der Mitte verkauft bereits aktiv US-Staatsanleihen. Nun steht eine weitere lukrative Anlagemöglichkeit zwischen USD und CNY unter Druck. Das zeigen die Dollar-Yuan-Swaps an.

Ein ausgesprochen lukrativer Handel, der vor allem Institutionellen Anlegern bislang die Möglichkeit bot, hohe Gewinne mit chinesischen Schuldtiteln einzufahren, verliert deutlich an Reiz. Die einjährigen Dollar-Yuan-Swaps stiegen im August so stark wie seit 2008 nicht mehr. Damit sind die Renditen aus der Ausleihung des US-Dollars im Tausch gegen die chinesische Währung massiv eingebrochen. Von Händlern in Asien hören wir, dass ausländische Investoren im vergangenen Monat nur noch 1 Milliarde Dollar über einjährige Swaps verliehen haben. Das ist deutlich weniger als in den Vormonaten. 

Dollar gegen Yuan verliehen und in Kurzläufer investiert

Chinesische Staatsbanken wurden über Nacht vom Nettokreditnehmer von Dollar zum Kreditgeber. Die Geschäfte mit chinesischen Schuldtiteln, die im vergangenen Jahr zu einer Vervierfachung der ausländischen Bestände an chinesischen Banknoten führte, wurden hauptsächlich von institutionellen Investoren (große Banken, Investment- und Pensionsfonds) und einer kleinen Anzahl sehr versierter Privatanleger gemacht. Sie verliehen Dollar im Austausch gegen Yuan und kaufen kurzfristige Anleihen, um von den Zinsunterschieden zu profitieren. Private Anleger sind hier weniger aktiv, weil diese Geschäfte komplex und kapitalintensiv sind.

Die jüngste Stabilisierung des Yuan hat die Notwendigkeit für indirekte Interventionen über eine Dollar-Kreditaufnahme chinesischer Staatsbanken deutlich verringert. Sie müssen die Devisen nicht mehr stützen. Die Erwartungen, dass die Federal Reserve mit Zinssenkungen beginnt und diese auch zügig fortsetzt unterstützt diesen Entwicklung.

China löst sich langfristig vom Dollar 

Analysten sehen diese Entwicklung als ein weiteres Indiz und Teil einer längerfristig angelegten Strategie Chinas, sich vom US-Dollar zu lösen. China hat in den vergangenen Jahren verschiedene Maßnahmen ergriffen, um seine Abhängigkeit vom Dollar zu reduzieren. Dazu gehört zum einen, dass Peking die Goldreserven kontinuierlich ausgebaut hat. Hinzu kommt der Verkauf von US-Staatsanleihen. Im ersten Quartal hat China US-Anleihen im Wert von 53,3 Milliarden Dollar verkauft. Schließlich fördert China den Yuan im internationalen Handel, indem das Land zahlreiche Swap-Abkommen mit verschiedenen Ländern abgeschlossen hat, um den Yuan als Handelswährung zu etablieren.

Chinas kurzfristige Bankschulden waren eine beliebte Anlage für riesige Fonds und zogen elf Monate in Folge Rekordzuflüsse an. Analysten erwarten, dass globale Investoren nun auf dem chinesischen Markt weniger Gelegenheiten finden werden, da die schleppende Wirtschaft des Landes und die anhaltenden geopolitischen Spannungen die Stimmung gegenüber in Yuan denominierten Vermögenswerten belasten.

Fazit: Die Wechselkursbeziehung von USD|CNY wird weiter unter Druck kommen. China emanzipiert sich weiter kontinuierlich vom US-Dollar. Das ist ein weiterer Baustein in der derzeit laufenden De-Dollarisierung.
Neueste Artikel
  • Gesamtschau und Wochenbericht in KW 3 für PP V, PP VII, PP VIII und PP IX

FUCHS Performance-Projekte in KW 3: Benchmarks, Gewinner, Verlierer und Risikotrends

Illustriert mit Canva und ChatGPT
Die Benchmark‑Depots setzen in KW 3 klare Anker, doch mehrere Teilnehmer punkten mit kräftigen Wochenrenditen – teils ganz ohne Orders, teils mit spürbarer Aktivität. Projekt 7 überrascht mit reger Handelsfrequenz, während Projekt 5 und 8 rein von Marktbewegungen getragen waren. Und wie sieht es mit Projekt 9 aus? Das und mehr erfahren Sie hier.
  • Wochenbericht zu Projekt IX in KW 3: Rendite, Risiko und Handel

Berliner Sparkasse, Weberbank und Deka setzen auf gezielte Transaktionen

Illustriert mit ChatGPT und Canva
In Kalenderwoche 3 handeln im Projekt 9 (Stiftungsportfolio) drei Vermögensverwalter: Berliner Sparkasse, Weberbank und Deka Vermögensmanagement. Sie setzen zusammen zehn Transaktionen mit einem Bruttovolumen von rund 324.849 Euro um. Der Wochenbericht zeigt, welche Titel im Fokus stehen, wer gehandelt hat und wie sich das auf Vermögensentwicklung und Drawdown ausgewirkt hat.
Zum Seitenanfang