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USA: Yellen bleibt in der Zinspolitik vorsichtig

Die Chefin der US-Notenbank Fed, Janet Yellen, hat sich wieder sehr vorsichtig zu Zinspolitik geäußert. Dennoch lässt sich die Perspektive voraussagen.
Fed-Chefin Janet Yellen bleibt in ihren Äußerungen zur Zinspolitik zurückhaltend. Sie hat ihre Berichte an die Ausschüsse von Senat und Abgeordnetenhaus ohne neue Hinweise zum Kurs ihrer Zinspolitik geliefert. Offenbar wollen die für die Leitzinsen zuständigen Geldpolitker im Fed-Offenmarktkommitte (FOMC) abwarten, wie die von Präsident Trump in Aussicht gestellte expansivere Fiskalpolitik aussehen soll und wie deren Effekte einzuschätzen sind. Yellen stellte lediglich klar, dass aus ihrer Sicht eine auf Zuwächse bei der Produktivität ausgerichtete Politik wünschenswert sei und sich die Staatsfinanzen entlang nachhaltig stabiler Trends bewegen sollten. Yellen betonte erneut den datenorientierten Ansatz des FOMC. Der bietet abgesehen von Inflationsrate und -ziel kaum feste Orientierung. Je nach Bedarf können Beschäftigungszuwächse, die Investitionsneigung der Unternehmen, die Verschuldungslage der privaten Haushalte oder die Kreditgewährung der Banken neben weiteren Größen ad hoc als Argumente für oder gegen eine Zinsentscheidung herangezogen werden. Die Daten vom aktuellen Rand zeigen das bekannte Bild. Es gibt durchwachsene Zahlen der verarbeitenden Industrie zuletzt mit Rückgängen der Industrieproduktion, einem positiven Konsumtrend und einer stärkeren Konjunktur der Dienstleister. Die Inflation lag jüngst mit 2,5% gut im Ziel. Sie liefert also keinen Anlass mehr für eine expansive Politik.

Fazit: Die in der FOMC-Stellungnahme vom Dezember erkennbaren drei Zinsschritte passen in das Gesamtbild. Dabei sind Abweichungen nach unten (zwei Schritte) wahrscheinlicher als nach oben.


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