Vietnam: Investitionen bleiben hoch
Vietnam überzeugt mit hohem Wachstum und Strebsamkeit. Der Drachenstaat will mit seinen 101 Mio. Einwohner bis 2045 den Status eines entwickelten Landes erreichen. Das zieht Investoren an und bietet Anlegern große Chancen.
Rege Investitionen in Vietnam
Ausländische Investoren haben im vergangenen Jahr 27,6 Mrd. USD in Vietnam investiert. Damit haben sie auch einen Fünfjahres-Rekord gebrochen. Bevorzugte Investitionsziele waren der verarbeitende und produzierende Sektor mit mehr als 82% der Investitionen. Wichtigste Investorengruppe waren Chinesen, die auch über die Sonderwirtschaftszone Hongkong und über Singapur aktiv wurden.
Die angekündigten Investitionen untermauern das Bild. Sie belaufen sich auf mehr als 38 Mrd. USD. Der hohe Zustrom an Kapital treibt perspektivisch die Exporte. In den zurückliegenden fünf Jahren wuchsen diese mit gut 10% p.a. im Durchschnitt. Für das laufende Jahr wird mit einem Plus von 20% gerechnet. Das Wirtschaftswachstum soll sich auf bis zu 8% summieren. Hauptexportziel sind die USA.
Zinsen vor Anpassung
Mit der anziehenden Wachstumskurve steigt auch die Teuerung. Im April legten die Preise um 5,46% zu. Die höchste Preissteigerung seit Januar 2020 ging einher mit höheren Gaspreisen und war breit angelegt. Die Kerninflation kletterte um 4,66% und deutlich schneller als im Vormonat noch mit plus 3,96%.
Demgegenüber nimmt sich der Leitzins mit 4,5% relativ niedrig aus. Zudem ist der Zins seit Juni 2023 konstant. Die Notenbank hat neben der Stabilität der Preise auch die des Dongs im Auge und fördert mit der Unterstützung der Kreditvergabe das Wachstum. Offizielles Wachstumsziel für die Konjunktur in diesem Jahr sind sportliche 10%. Gut möglich, dass diese Marke geschafft wird, selbst wenn die Notenbank einen Zinsschritt nach oben zur Inflationsbekämpfung unternimmt.
Mit Fonds partizipieren
Wer auf aktives Management setzen will, findet mit dem Aquis Lumen Vietnam Fund (WKN A2AQSF) einen thesaurierenden Fonds, der überwiegend auf Aktien setzt. Auf ein Jahr gesehen liegt der Fonds um 26% vorne. Bei laufenden Kosten von jährlich 2,46% liegt der Ausgabeaufschlag bei bis zu 3%.
Interessant: Das Management legt auch ESG-Kriterien bei der Aktienauswahl zugrunde. Zur Absicherung oder Renditesteigerung können Derivate eingesetzt werden. Finanzdienstleister sind mit circa 27% gewichtet, Industriewerte mit 14% und Immobilientitel mit gut 12%.
Ein ETF für Vietnam
Wer passiv auf Vietnam setzen will, nutzt z. B. den x-trackers ETF mit der WKN DBX1AG. Als Benchmark dient der Stoxx Vietnam Total Market, der im Fondsportfolio synthetisch repliziert wird. Die jährliche Gesamtkostenquote liegt bei 0,85%. Auch der x-trackers thesauriert seine Erträge. Auf ein Jahr liegt der ETF mit 56% im Plus.