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Wirtschaftswunder Vietnam: Rekordinvestitionen und steigende Exportzahlen

Vietnams Boom beschleunigt sich

picture alliance / Zoonar | BUTENKOV ALEKSEY
Vietnam zieht Investoren an. Singapur, Hongkong und China dominieren den Markt. Mit Handelsüberschüssen und einem geschätzten Handelsvolumen von 920 Mrd. USD zählt Vietnam inzwischen zu den Top 15 Handelspartnern weltweit. Trotz steigender Inflation bleibt die Notenbank gelassen. Ein ETF auf den Stoxx Vietnam könnte für Anleger lukrativ sein.

Vietnam erfreut sich bei Investoren einer hohen Beliebtheit. Die ausländischen Direktinvestitionen erreichten in den ersten elf Monaten dieses Jahres 23,6 Mrd. USD. Mit dem Wachstum von 8,9% lagen diese auf dem höchsten Niveau seit fünf Jahren. Damit gehen auch Anlagechancen einher. 

Interessant ist ein Blick auf die Investoren. Die größten Investoren sind Singapur, Hongkong und China. Sie stemmen nahezu 60% der Investitionen. Die Aussichten auf weiter anziehende Exportüberschüsse sind gut. Bis November erwirtschaftete das Land einen Handelsbilanzüberschuss von 20,5 Mrd. USD. Das Gesamt-Handelsvolumen für dieses Jahr wird auf 920 Mrd. USD geschätzt. Damit rückt das kleine Land in den Kreis der 15 größten Handelspartner weltweit auf.

Inflation lässt Notenbank kalt

Das anziehende Wachstum schlägt auf die Teuerung durch. Die Inflation lag im November bei 3,58% und erreichte den höchsten Stand seit Januar. Preisdruck entfalteten insbesondere Nahrungsmittel, Haushaltsgüter und das Gesundheitswesen. Die Kerninflation lag bei 3,28%.

Die Weltbank rechnet für dieses Jahr mit einem Wirtschaftswachstum von 6,6%. Aufgrund der hohen Exporte könnte es sogar jenseits der 8%-Marke landen. In den ersten elf Monaten wuchs die Wirtschaft um 7,85% und damit so stark wie seit 2011 nicht mehr. Im dritten Quartal beschleunigte sich die Expansion auf 8,23%. Alle Sektoren schoben die Konjunktur an. Trotz der US-Zölle von 20% legten auch die Ausfuhren mit mehr als 18% zu.

Anleger kaufen am besten einen ETF

Der Boom zieht den Arbeitsmarkt und Konsum nach oben. Die Arbeitslosenrate lag im dritten Quartal bei 2,22% und damit nahe dem Tief des laufenden Jahres im ersten Quartal bei 2,2%. Die Anzahl der Beschäftigten stieg auf 52,3 Mio. und damit auf das höchste Niveau seit 2021.

Für Anleger gibt es Aktienfonds und ETF. Als ETF bietet der dbx trackers (DBX1AG) auf den Stoxx Vietnam eine gute Möglichkeit. Der mittlerweile mit mehr als 300 Mio. Euro kapitalisierte Fonds legte in den zurückliegenden 6 Monaten um knapp 36% zu. Der ETF weist eine Gesamtkostenquote von 0,85% p.a. aus und repliziert seine 29 Aktienpositionen synthetisch. Die Top 10 vereinen mehr als Drei Viertel des Fondsvolumens auf sich. Vingroup und Hoa Phat Group sind mit 15,2% und 14,6% die Top-Positionen.

Fazit: Mit Investitionsquoten jenseits der 30% zum BIP fürfte Vietnam für die nächsten Jahre ein lukrativer Standort sein. Anleger können mit ETF daran teilhaben. 

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