Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
0,00 €
827
Die Meinung der Anderen im Februar 2019

Vorsichtige Prognosen überwiegen

Das Marktszenario ist derzeit recht eindeutig. Die bevorstehende Konjunkturabkühlung wird vor allem den Dollar belasten. Eine andere Währung hat Grund zur Hoffnung. Die Prognosen sind dennoch zögerlich. Das lässt sich an den Anpassungen von vor allem einer Bank ablesen.

Die Konjunkturerwartungen für Europa und die USA zeigen gerade recht deutlich abwärts. Wenn alle schwächeln, ändert sich aber kaum etwas an den Relationen. So scheinen die Bank-Volkswirte derzeit noch die Lage einzuschätzen.

Neu ins Tableau aufgenomen haben wir die schweizerische Privatbank Pictet (anstelle der UBS). Das Wealth Management der Bank sieht die Differenzen bei Zinsen und Wachstum 2019 als weniger unterstützend für den US-Dollar an als 2018. Das dürfte nach Ansicht der Bank zu einer allmählichen Abwertung des USD führen. Der Euro dürfte wiederum stetig an Stärke gewinnen, insbesondere wenn die mit den Handelsspannungen und dem Brexit verbundenen Risiken nachlassen. Denn obwohl das externe Umfeld alles andere als positiv für den Euroraum war, blieb die Binnennachfrage hoch. Derweil sollte das begrenzte Potenzial für Zinserhöhungen in den USA gepaart mit höherer Aktienmarktvolatilität auf mittlere Sicht eine Aufwertung des Yen begünstigen.

Vorsicht überwiegt

Berenberg hat im Vergleich zum Vormonat keine Änderungen vorgenommen. Die Hamburger Privatbank erwartet für die nächsten Wochen und Monate fortgesetzt schwächere Konjunkturdaten. Im weiteren Jahresverlauf dürfte sich das Bild aufhellen, wenn die aktuellen Belastungsfaktoren abklingen. Mit der dann wieder zunehmenden Risikoneigung an den Märkten werden die Zinsen auf beiden Seiten des Atlantiks steigen, glaubt die Bank.

Bei der LBBW gab es geringfügige Anpassungen. Die Landesbank nahm die Zinserwartung für 10jährige Bundesanleihen auf 3 Monate von 0,75% auf 0,40% zurück; ebenso die Erwartung für die 10jährigen US-Staatsanleihen: Hier setzt sie den erwarteten Zins von 3,30% auf 2,90% herab. Auf 12 Monate prognostiziert die LBBW dann eine inverse Zinsstruktur in den USA. Die kurzfristigen Zinsen sind mit 3,40% höher als die langfristigen mit 3,25%. Das deutet klar auf ein rezessives Konjunkturszenario hin. An den Wechselkurserwartungen rüttelt die Bank jedoch (bisher) nicht.

Die Commerzbank belässt es auf 3 und 12 Monate bei ihren bisherigen Erwartungen.

fd190201_2+3

i

Die Meinung der Anderen

Prognosezeitraum

Berenberg

Commerzbank*

Deutsche Bank*

Goldman Sachs*

LBBW

Pictet
WM

aktuell

alt

aktuell

alt

aktuell

alt

aktuell

alt

aktuell

alt

aktuell

alt

* Werte vom Vormonat
Hinweis: Diese Tabelle gibt nicht die Meinung der Redaktion zur Zins- und Wechselkursentwicklung wichtiger Währungen wieder. Sie dient ausschließlich zur Orientierung und ist nicht als Handlungsaufforderung zu sehen. Insbesondere Wechselkursprognosen unterliegen einer hohen Unsicherheit. Alle Angaben ohne Gewähr. Werte rechts = Vormonat.

auf 3 Monate

EUR

USD

1,16

1,16

1,14

1,14

1,18

1,18

1,20

1,20

1,12

1,12

1,16

3 Monatszins

-0,30

-0,30

-0,30

-0,30

-

-

-

-

-0,30

-0,30

-

-

10 J Anleihen

0,50

0,50

0,30

0,30

0,53

0,53

0,90

0,90

0,40

0,75

-

-

USD

JPY

115

115

111

111

108

108

110

110

118

118

111

-

3 Monatszins

2,3

2,3

2,75

2,75

-

-

-

-

2,95

2,95

-

-

10 J Anleihen

3,00

3,00

2,90

2,90

3,40

3,40

3,10

3,10

2,90

3,30

-

-

JPY

EUR

133

133

127

127

135

135

132

132

134

134

129

-

3 Monatszins

0,10

0,10

0,00

0,00

-

-

-

-

-0,10

-0,10

-

-

10 J Anleihen

0,15

0,15

0,10

0,10

-

-

0,10

0,10

0,00

0,00

-

-

auf 12 Monate

EUR

USD

1,21

1,21

1,22

1,22

1,25

1,25

1,30

1,30

1,16

1,16

1,22

-

3 Monatszins

0,0

0,00

-0,30

-0,10

-

-

-

-

-0,15

-0,10

-

-

10 J Anleihen

0,80

0,80

0,50

0,50

0,68

0,68

1,20

1,20

0,75

0,95

-

-

USD

JPY

117

117

104

104

105

105

115

115

119

119

102

-

3 Monatszins

2,60

2,60

3,05

3,25

-

-

-

-

3,40

3,60

-

-

10 J Anleihen

3,20

3,20

3,20

3,20

3,30

3,30

3,40

3,40

3,25

3,50

-

-

JPY

EUR

142

142

127

127

131

131

149,5

149,5

138

138

124

3 Monatszins

0,10

0,10

0,00

-0,10

-

-

-

-

0,00

0,00

-

-

10 J Anleihen

0,25

0,25

0,15

0,15

-

-

0,20

0,20

0,15

0,15

-

-

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • Bei eigenem Zähler ist der Mieter Vertragspartner des Energieversorgers

Vermieter haftet nicht für Strom des Mieters

Für mehr als 8.000 Wohnungen in Hamburg gab es in 2019 eine Stromsperre, weil niemand die Rechnung bezahlen wollte. Muss in diesen Fällen notfalls auch der Vermieter die ausstehenden Beträge begleichen?
  • Fuchs plus
  • Wo man noch in Immobilien anlegen kann

Dortmund, ein Geheimtipp

Blick auf die Dortmunder Innenstadt. Copyright: Pixabay
Dortmund hat sich in den vergangenen Jahren gut entwickelt. Die Lebensqualität in der Stadt ist durch neue Attraktionen und Stadtviertel gestiegen. Im Strukturwandel ist die Stadt gut vorangekommen. In mehreren Sektoren entstehen neue Arbeitsplätze. Seit zwei Jahren steigen auch die Immobilienpreise an...
  • Fuchs plus
  • UN Bevölkerungsprognose

Osteuropa blutet aus

Die UN hat eine neue Weltbevölkerungsprognose abgegeben. Diese sieht vor allem für Osteuropa negativ aus. Dessen Einwohnerzahl wird bis 2050 je nach Region um bis zu 25% schrumpfen.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Konjunktur auf Sparflamme

EZB-Politik hungert Wirtschaft aus

Die Niedrigzinspolitik der EZB wird zunehmend zur Belastung für die Euro-Volkswirtschaften. Denn sie führt zu einer Schwächung des Produktivitätswachstums und des Wettbewerbs. In der Folge wird das Wirtschaftswachstum immer geringer.
  • Fuchs plus
  • Wertvolle Bücher mit Stempel

Exlilbris bietet Sammlern viel zu entdecken

In Zeiten dynamisch wachsender Online-Medien entdecken einige Kunstliebhaber und Sammler gedruckte Bücher wieder. Davon profitiert auch ein anderes Sammelgebiet, bei dem es nur um ganz kleien Stempel in den gedruckten Publikationen geht. Exlibris sind ein attraktives Sammelgebiet, auf dem ein wenig Spezialwissen gefragt ist.
  • Fuchs plus
  • Wie versucht wird, über Personalpolitik den öffentlichen Diskurs zu beeinflussen

Köpfe tauschen

Deutschland nervt. Die hierzulande in der Öffentlichkeit und auch Teilen der Ökonomie vorherrschende Auffassung, dass eine zu hohe Kreditaufnahme mittel- und langfristig schädlich ist für die Volkwirtschaft, teilen die meisten Institutionen (derzeit) nicht. Über Personalpolitik wird versucht, den hiesigen Mainstream umzulenken.
Zum Seitenanfang