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G4 China

Wachstum im Plan

Das offiziell gemeldete BIP-Wachstum für das 2. Quartal liegt mit 6,9% im Rahmen der Erwartungen und der politischen Vorgaben. Auf den ersten Blick im Widerspruch dazu stehen die Einkaufsmanager-Indizes.
Das offiziell gemeldete BIP-Wachstum für das 2. Quartal liegt mit 6,9% im Rahmen der Erwartungen und der politischen Vorgaben. Die lauten auf „über 6,5%“. Die Zahlen deuten auf eine gewisse Beschleunigung hin: Im Vergleich zum Vorquartal beträgt das Plus 1,7% nach 1,3% für das erste Quartal. Dieser kräftige Trend wird durch die zeitnah verfügbaren Reihen bestätigt. Die Zuwächse der Industrieproduktion (jeweils zum Vorjahr) lagen in den letzten 12 Monaten kontinuierlich bei mindestens 6%, zuletzt bei 7,6% (zuvor 6,5%). Die Umsatzzuwächse der Einzelhändler als Indikator der Konsumnachfrage notieren regelmäßig über 10%. Von daher ist das genau genommen sogar leicht über den Erwartungen liegende Wachstum (Konsens 6,8%) plausibel. Zudem weist auch die jüngste Handelsbilanz per Juni mit hohen Zuwächsen bei Exporten (17,3% zum Vorjahr) wie Importen (23,1%) auf eine unverändert hohe Drehzahl der Konjunktur hin. Auf den ersten Blick im Widerspruch dazu stehen die Einkaufsmanager-Indizes. Die liegen mit aktuellen Werten nur knapp über der Expansionsschwelle von 50 Punkten. Das deutet auf die offenbar bekannten Probleme hin. Die chinesische Industrie leidet nach dem Investitionsboom unter Überkapazitäten, die nicht mehr ausgelastet werden können und abgebaut werden müssen. Diesem fälligen Rückbau entspricht ein wachsendes Problem von notleidenden Krediten bei den Banken, die die Finanzierungsspielräume einengen. Hinzu kommt der strukturelle Bremseffekt durch das nachlassende Tempo bei den Privatisierungen.

Fazit: Die seit dem Jahreswechsel erkennbare Erholung des Yuan dürfte ihr Ziel bereits erreicht haben. Eine weitere Aufwertung dürfte eher auf Widerstand der Notenbank treffen.


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