Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-0
0,00 €
2050
Empfehlung

Währungs-Spekulation: Türkische Lira

Politische Krisen schwächen die Türkische Lira - eine Chance für mutige Anleger.

via KfW-Anleihe: 9,75 % bis 17.02.2021 | ISIN: XS 139 938 747 8 | Geld/Brief-Spanne: 94,30 zu 95,30%

Die türkische Lira steht seit dem gescheiterten Putschversuch im Juli 2016 extrem unter Druck. Das zeigt sich in einem andauernden Kursverlust gegenüber anderen Währungen. Inzwischen fließen ausländische Investorengelder immer schneller aus dem Land ab. Der Kurs der türkischen Lira (TRY) notiert gegenüber dem Euro inzwischen auf einem Allzeittief. Bislang reagiert die türkische Notenbank noch nicht mit kräftigen Zinserhöhungen auf die immer schwächer werdende Währung. Zuletzt wurde der Leitzins im November 2016 auf nunmehr 8,00% erhöht. Der Kursverfall der Landeswährung nimmt mittlerweile fast panikartige Züge an. Der Grund: Die politische Unsicherheit im Land wirkt sich inzwischen massiv negativ auf die Wirtschaft aus. Im dritten Quartal 2016 schrumpfte die türkische Wirtschaftsleistung gemessen am BIP um 1,8% im Jahresvergleich. Das war deutlich stärker, als von Analysten zunächst erwartet wurde. Seit dem dritten Quartal 2009 war dies der erste BIP-Rückgang in der Türkei. Die heftige Lira-Abwertung bietet risikobereiten Investoren eine gute Chance. Auch wenn die Wette zum gegenwärtigen Zeitpunkt vielleicht gewagt erscheint: Mittelfristig wird die Lira wieder stärker werden – und in der Wartezeit gibt es gute Zinsen. Die kommen z. B. über eine Lira-Anleihe der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Die ist mit einem nominalen Zinskupon von 9,75% versehen und läuft noch vier Jahre (bis 17.2.2021). Einen Ausfall der KfW halten wir für unwahrscheinlich. Der hohe Zinssatz federt einen möglichen weiteren Wertverlust der Lira ab. Angesichts des sehr dynamischen Abwärtstrends empfiehlt sich eine gestaffelte Einstiegsstrategie. Ein Drittel oder ein Viertel der geplanten Investitionssumme wird zu aktuellen Kursen angelegt. Alle drei bis sechs Monate kann bei fallendem Lira-Kurs aufgestockt werden. Die kleine Stückelung (1.000 nominale Lira) macht eine solche Staffel-Strategie leicht umsetzbar.

Fazit: kaufen (erhöhtes Risiko, daher nur Geld einsetzen, dessen möglicher Verlust nicht schmerzt). Die Zinsen sind attraktiv, es lockt ein Währungsgewinn.

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • WALSER PRIVATBANK | Vermögensstrategie, Portfolioqualität und Gesamtbewertung TOPS 2019

WALSER PRIVATBANK: Weitblick, in der Tat

Die WALSER PRIVATBANK erhält in der Gesamtwertung das rating »Sehr gut«.
„Individuelle Beratung, keine Patentrezepte", und „Zukunft braucht feste Wurzeln", wirbt die Walser Privatbank. Und tatsächlich zeigt das Haus aus dem Kleinwalsertal, dass auch im Zeitalter von MiFID Private Banking eine eindeutig individuelle Dienstleistung sein kann.
  • Fuchs plus
  • Neue Bank AG | Vermögensstrategie, Portfolioqualität und Gesamtbewertung TOPS 2019

Neue Bank: Verliebt in Text und gute Lösungen

Die Neue Bank AG erhält in der Gesamtwertung das rating »Gut«.
Seit 1991 ist die Neue Bank inzwischen am Markt und sieht sich selbst in der Tradition einer klassischen Privatbank. Dem wird sie auch meistenteils gerecht, wenn da nicht der eine und andere (Anfänger)Fehler wäre.
  • Fuchs plus
  • DZ Privatbank | Vermögensstrategie, Portfolioqualität und Gesamtbewertung TOPS 2019

DZ PRIVATBANK S.A.: Kleine Schwächen in der Kür

Die DZ Privatbank erhält in der Gesamtwertung das rating »Sehr gut«.
Die DZ Privatbank schenkt dem Kunden einen fulminanten Auftakt im Beratungsgespräch, an den sie auch zunächst nahtlos mit Gesprächsprotokoll und Anlagevorschlag anknüpft. Doch eine gute, gar herausragende Vermögensstrategie erfordert noch mehr.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Profiteur der US-Sanktionen gegen Russland

Palladiumpreis in luftiger Höhe

Der Palladiumpreis hat sich in bisher nicht bekannte Höhen-Regionen geschoben. Und sich von der Preisentwicklung anderer Metalle vollkommen abgekoppelt. Ein Grund sind die Sanktionen der USA gegen Russland. Wir sagen, wie Anleger profitieren können.
  • Fuchs plus
  • Handelsstreit belastet stark

Kupferpreis von allen Seiten unter Druck

Der Handelsstreit zwischen den USA und China belastet den Kupferpreis stark. Die Konjunktursorgen haben ihn schon länger nach unten getrieben. Jetzt kommt ein angebotsseitiger Faktor hinzu.
  • Fuchs plus
  • Die Tücken eines ICOs für Investoren

Wenn bei der Kryptogeld-Ausgabe „überschüssige Münzen“ entstehen

Bei Initial-Coin-Offerings können Situationen entstehen, die dem Investor nicht gefallen. Bei der „Geldausgabe" entstehen „überschüssige Münzen" (Coins). Das kann zu einem deutlichen Wertverlust führen. Deshalb muss der Anleger vor dem Investment ein Papier ganz genau lesen.
Zum Seitenanfang