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Chinesischer Yuan steigt trotz Krisen

Währungsschub für China: Wie der Yuan Deutschlands Handelsbilanz beeinflusst

© Stephen Finn / Fotolia
China exportiert immer mehr nach Deutschland und importiert immer weniger daher. Das starke Exportwachstum darf aber nicht über die Schwächen der chinesischen Wirtschaft hinwegtäuschen.

Der Krieg am Persischen Golf scheint dem Chinesischen Yuan (CNY) gut zu tun. Seitdem die USA den Iran angegriffen haben, konnte die Währung des Riesenreiches um 2,8% auf 7,8757 EUR/CNY zulegen. Allerdings scheint der Krieg nicht ursächlich an dem Höhenflug der chinesischen Währung zu sein. Denn den Höhenflug hält schon länger an. So legte der Yuan sogar um 4,1% zu.

Keine gute Entwicklung für die deutsche Außenwirtschaft. So müssen Importeure spürbar mehr für Einfuhren aus dem Reich der Mitte aufwänden. Dies wiegt umso schwerer, als Deutschland aus China im vergangenen Jahr Waren im Wert von 170,6 Mrd. Euro einführte, wie das Statistische Bundesamt mitteilte.

Exporte nach China sanken um fast 10%

Dagegen sollten Exporteure von dem starken Yuan profitieren. Erhalten sie doch mehr Geld für ihre Waren. Allerdings exportierte Deutschland 2025 lediglich 81,3 Mrd. Euro nach China.

Die Importe fielen also mehr doppelt so hoch aus wie die Exporte. Dieses Handelsungleichgewicht hat sich im vergangenen Jahr sogar ausgeweitet. Während die Importe aus dem Reich der Mitte 2025 um 8,8% zulegten, sanken die Exporte um 9,7%. Den Chinesen ist es offenbar gelungen, die sinkenden Exporte in die USA aufgrund der hohen Zölle, nach Deutschland umzuleiten.

China kämpft mit mehreren Krisen

Die wirtschaftlichen Daten Chinas überzeugen unterdessen weniger. Das Land krankt seit Jahren an einer schweren Immobilien- und Finanzkrise, an hoher Arbeitslosigkeit und einer geringen Binnennachfrage.

Dennoch strebt die Regierung für 2026 ein Wachstum von 4,5 bis 5% an und hat für die zurückliegenden Jahre regelmäßig ein Wachstum von etwa 5% gemeldet. Das ist zwar deutlich weniger als in den vergangenen Boomzeiten, aber immer noch ein beachtlicher Wert. Besonders im Vergleich zu Europa.

Daten nicht immer glaubwürdig

Allerdings sind Daten aus China immer mit Vorsicht zu genießen. Denn die Kommunistische Partei Chinas achtet sehr darauf, welche Daten sie veröffentlicht und auch die Wechselkurse sind nicht wirklich frei. Ob sich der Höhenflug des Yuan fortsetzt, bleibt daher abzuwarten.

Fazit: Die chinesische Regierung unternimmt alles, um ihre Exporte zu steigern. Dennoch scheint ein schwacher Yuan für Peking keine Option zu sein.
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