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Bank of Japan managt die Erwartungen

Yen mit Aufwärts-Potenzial

Die Notenbank in Japan schiebt den Yen an, diesmal aber nur langsam. Denn die BoJ kommuniziert derzeit gut mit den Märkten und betreibt ein gutes Erwartungsmanagement. Das können Anleger für sich nutzen.

Die japanische Notenbank (BOJ) hat aus der Vergangenheit gelernt und geht bei Zinserhöhungen nun vorsichtiger vor. Dies schafft interessante Chancen für Anleger, die den Yen und japanische Vermögenswerte im Blick haben.

BoJ agiert vorsichtig – Markt bleibt stabil

Als die BOJ im Juli 2024 erstmals die Zinsen erhöhte, reagierte der Markt mit einem starken Rückgang. Damals fiel die Straffung mit schwachen US-Beschäftigungszahlen zusammen. Das hatte die Börsenstimmung belastet und den Yen rasch in die Höhe getrieben. Die Folge war damals auch ein deutlicher Einbruch des japanischen Aktienmarktes.

Inzwischen geht die BoJ behutsamer vor. Am 24. Januar 2025 erhöhte die BoJ erneut die Zinsen – diesmal auf 0,5%. Das ist der höchste Stand seit 2008. Der Markt bleibt dennoch gelassen. Hintergrund: Die BoJ hatte die Straffung frühzeitig kommuniziert, darum blieb der Yen-Schock aus.

Yen-Aufwertung ist eine Anlagechance

Die Vorgehensweise der BoJ dürfte auch in den nächsten Monaten Bestand haben. Schließlich wollen auch die Geldhüter in Nippon eine zu schnelle Yen-Aufwertung oder einen steigenden Druck auf den Aktienmarkt vermeiden. Wir erwarten aber weiterhin, dass der Yen sein Aufwärtsmomentum behält. Das betrifft vor allem die Relation zum Euro, denn die Europäische Zentralbank wird die Zinsen weiter nach unten schleusen. Die US-Notenbank wird dagegen langsamer und später agieren. Der Greenback dürfte daher gegen den Yen nicht so deutlich zur Schwäche neigen. 

Für Anleger ergeben sich daraus mehrere Opportunitäten. Sie können mit passenden Anlageprodukten direkt auf die Währungsaufwertung setzen. Indirekte Yen-Renditen können Anleger über japanische Aktien in ihr Portfolio holen. Eine schnelle Yen-Aufwertung würde stark exportabhängige Unternehmen allerdings belasten. Mit steigenden Zinsen werden japanische Anleihen für Investoren attraktiver. Die Renditen dürften langsam steigen.

Fazit: Die BoJ steuert ihre Geldpolitik inzwischen mit Bedacht. Das reduziert das Risiko plötzlicher Kurseinbrüche. Anleger können auf Aktien und Anleihen, aber auch auf den Yen direkt setzen. Die Währung ist gegen den Euro bei 165 gut unterstützt, hat mittelfristig Aufwerungspotenzial in Richtung 155 und dann 155 EUR|JPY.
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