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Wachstum durch Yuan-Expansion und Windkraft

Yuan-Nachfrage steigt strukturell

China diversifiziert sich sukzessive weg vom US-dominierten Finanzsystem. Mit neuen Maßnahmen stärkt es den Offshore-Yuan-Handel und erleichtert ausländischen Institutionen den Zugang zu Yuan-Liquidität.

Die Diversifikation Chinas weg vom US-dominierten Geld- und Zahlungssystem läuft auf Hochtouren. Sie hat mit jüngsten Maßnahmen weitere Impulse erhalten. Sechs Banken wurden für Offshore-Yuan-Transaktionen in der Shanghaier Freihandelszone autorisiert. Außerdem soll der Zugang zu Yuan-Liquidität für ausländische Zentralbanken, Staatsfonds und internationale Finanzorganisationen erleichtert werden.

Schon zuvor wurden 26 Abkommen mit Finanzinstitutionen geschlossen, mit denen die internationale Verbreitung des digitalen Yuan unterstützt werden soll. Gleichzeitig fokussieren die Währungshüter auf die Vermeidung von Risiken im Finanzsystem, die aus grenzüberschreitenden Ansteckungseffekten entstehen.

Diversifikation aus dem Dollar heraus

Dazu passen die beschleunigten Goldkäufe der Notenbank. Im Juni wuchsen ihre Goldreserven um weitere 15 Tonnen und damit so stark wie seit Juni 2023 nicht mehr. Vor dem Hintergrund der Wachstumsabschwächung gibt Gold Sicherheit. 

Im zweiten Quartal wuchs die Konjunktur nur noch mit 4,3% und lag unter den erwarteten 4,6%. Umso wichtiger werden Wachstumssektoren bei der Selektion. China profitiert vom Ansturm auf Grünstrom und avanciert zum Marktführer. Mittlerweile stammen 78% der neuinstallierten Windkraftanlagen aus dem Reich der Mitte (z. B. von Goldwind, Envision, Windey und Mingyang). Der hohe Marktanteil ist hausgemacht. 93% der von chinesischen Produzenten hergestellten Windkraftanlagen werden im Inland verbaut. China betreibt mittlerweile 51% der globalen Offshore-Kapazität.

Boomsektor Windstrom

Der Platzhirsch unter den Produzenten ist Xinjiang Goldwind Science & Technology (WKN A1C0QD). Das Unternehmen blickt auf eine 28-jährige Tradition zurück und betreibt neben dem Windkraftanlagengeschäft auch das Segment zur industriellen Wasseraufbereitung. 77% der Umsätze werden mit dem Anlagenbau erwirtschaftet, gut 20% im Bereich Wartung und Service sowie Windparkbetrieb. 75% des Umsatzes werden im Heimatland erwirtschaftet. In den zurückliegenden sieben Jahren wuchs der Umsatz um durchschnittlich 12,6% per anno. In den nächsten drei Jahren soll es nochmals um gut 11% im Jahresschnitt nach oben gehen. Die Eigenkapitalquote liegt bei but 25%. Bei einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 17 ist eine Dividendenrendite von 1,6% prognostiziert.

China Longyuan Power (WKN A0YFUR) fokussiert auf Windparks. Neben den in Deutschland handelbaren H-Aktien, in denen chinesische Versicherungsgesellschaften und der Staatsfonds in Singapur die größten Aktionäre sind, hält der chinesische Staatskonzern China Energy Investment Corp. auch über die nicht handelbaren Inlandsaktien insgesamt 59% der Anteile. Das Unternehmen ist größter Betreiber von Windparks in China. Der Umsatz soll in den nächsten drei Jahren um mehr als 6% pro Jahr durchschnittlich zulegen. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt bei 8,2, die Dividendenrendite bei 3,7%.

Fazit: Die Nachfrage nach Yuan wird strukturell weiter steigen. Windkraft bleibt zudem ein Wachstumssektor. An der Kombination beider Faktoren dürfen Anleger Freude haben.
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