Zollstreit bremst US-Dollar
Der Dollar zeigt auf den Devisenmärkten Stärke. Vor allem gegenüber dem Can-Dollar, dem Mexikanischen Peso und dem Chinesischen Yuan ist der Greenback kräftig gestiegen. Das könnte sich nun ins Gegenteil verkehren. Auslöser könnten den angekündigten US-Zölle werden. FUCHS-Devisen haben sich die Lage angesehen.
Die Ankündigung von US-Strafzöllen gegen Kanada, Mexiko und China hat Spuren in den Währungspaaren der betroffenen Länder hinterlassen. Der Dollar verliert deutlich an Aufwärtsmomentum und es könnten sich sogar Trendwenden anbahnen.
Erhöht wird diese Wahrscheinlichkeit dadurch, dass die US-Notenbank im nächsten Jahr unter stärkeren politischen Einfluss kommen könnte. Der Druck auf die Fed, die Zinsen zu senken, wird wachsen. Auf Basis der aktuellen Wirtschaftsdaten müsste die Fed die Zinsen eigentlich stabil halten, großes Senkungspotenzial hat sie nicht. Allerdings wird sie im Dezember den Leitzins nochmal senken. Mit Blick auf 2025 steht ihr eine schwierige Gratwanderung zwischen wirtschaftlichen und politischen Einflüssen bevor.
USD|MXN ist ausgereizt
An den Forex-Märkten könnte das grundlegende Richtungswechsel auslösen. Gegenüber dem Mexikanischen Peso verliert der US-Dollar kräftig an Schwung. Nach der kontinuierlichen Aufwertung von 19 auf 21 USD|MXN geht dem Greenback nun erneut die Luft aus. Bei 21 USD|MXN scheint sich ein Doppel-Top zu bilden.
Parallel zur Fed-Zinssenkung im Dezember könnte der Greenback weiter Luft ablassen. Fällt er dabei unter die Marke von 20 USD|MXN, dann dürfte der Peso noch ein gutes Stück weiter aufwerten. Er hat dann gut Luft bis fast 19 USD|MXN.
USD|CAD vor Dreh
Gegenüber dem Kan-Dollar sieht das Bild ähnlich aus. Hier hat sich der Greenback bei 1,41 festgefahren. Der Loonie stemmt sich schon geraume Zeit erfolgreich gegen weitere Abwertungen. Der Dollar hat gegenüber dem nördlichen Bruder zwar noch einen Zinsvorsprung. Der ist aber nicht mehr groß und dürfte durch die Schritte der US-Notenbank in naher Zukunft schrumpfen. Das könnte der Rohstoff-Währung aus Kanada auf die Sprünge helfen, zumal die Verschuldung des Landes nicht so angespannt ist wie in den USA.
USD|CNY am Kipp-Punkt
Gegenüber dem Chinesischen Yuan ist der Dollar bereits kräftig gestiegen. In wenigen Monaten ging es von 7,02 auf 7,26 USD|CNY hinauf. Diese Bewegung läuft nun aus. Der Yuan ist bei 7,34 auch massiv unterstützt und hat diese Marke seit Oktober 2022 immer wieder mit Erfolg verteidigt.
Wir erwarten, dass der US-Dollar kein leichtes Spiel haben wird, diese Marke zu überwinden und in bisher nie gekanntes Währungsterritorium gegenüber dem CNY vorzustoßen. Gestützt wird diese Spekulation durch die Konjukturmaßnahmen, die Peking ergreift. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis einige Maßnahmen greifen und die Konjunktur des Landes wieder anzieht. Der absehbare Zollstreit dürfte auch bereits im Kurs enthalten sein. Zeigen sich die Wirkungen und steuert China seine Exporte um, wird auch der Yuan wieder zulegen.
Fazit: Der Dollar war gegen die drei Währungen (MXN, CAD, CNY) zuletzt stark. Die angekündigten Zölle werden den Handel der Länder belasten. Das wird auf die Währungen zurückwirken. Verstärkt wird das durch eine stärker politisierte Fed, die die Zinsen wird zügeln müssen. Für den Dollar dürften Drehpunkte erreicht sein.