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Die BoJ hält an ihrer Politik fest

Zu früh zum Lockern

In Japan bleibt alles beim Alten - zumindest was die Geldpolitik angeht. Daraus lassen sich einige Handlungsempfehlungen ableiten. Der agile Trader findet auf jeden Fall lukrative Möglichkeiten.
Die Stärke des japanischen Yen hält weiter an. Die BoJ hob am Donnerstag ihre Konjunkturerwartung für das Jahr 2021 von 3,6% auf 3,9% an. Zudem verkündeten die Notenbanker die Zinsen niedrig zu halten: -0,15 für kurzfristige Zinssätze und 0% für 10-jährige japanische Staatsanleihen. Ein Ausstieg aus der Politik ist derzeit nicht geplant, wie Notenbankchef Haruhiko Kuroda betonte - der Zeitpunkt sei noch zu früh. Die Aussicht spricht für eine weiter anhaltende Stärke des Yen.

Stark vor allem zum Greenback

Das machte sich dann so gleich auch bei den Währungspaaren bemerkbar. Das Währungspaar USD | JPY notiert 0,5 Punkte unter dem Wert der Vorwoche. Die Zinsdynamik in den USA zog – im Gegensatz zur japanischen – seit November spürbar an. Zwar ist auf der Anleihenseite nach wie vor wenig zu holen. Dennoch schwächt auch der vermeintlich kleine Aufwärtstrend den Greenback zur Währung Nippons.

Fazit: Unangenehme Überraschungen könnten sich ergeben, wenn sich die Corona-Situation verschärft. Denn in Japan droht die Lage auf den Intensivstationen zu entgleisen - harter Lockdown inklusive. Dann drohen die "vorhersehbaren" Bewegungen des Yen wieder erratischer zu werden.

Empfehlung: Währungsanleger mit Fokus auf europäische Währungen, richten in dieser Woche Ihren Blick auf das Paar CHF | JPY. Momentan notiert das Paar bei 117 CHF/JPY. Seit März 2016 dreht das Währungspaar auf diesem Niveau regelmäßig wieder gen Süden. Agile und charttechnisch orientierte Anleger handeln das Währungspaar in der Seitwärtsrange, gehen jetzt long und shorten bei 117,4.

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