Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
0,00 €
1277
Nach 4 Quartalen Wirtschaftsrückgang

(Zwischen)Hoch in Südafrika

Die Konjunkturdaten Südafrikas deuten auf eine Erholung. Zuvor hatte die Corona-Krise die ohnehin bereits herrschende Rezession (mittlerweile 4 Quartale mit rückläufigem BIP in Folge) zuletzt noch einmal verschärft.

In Südafrika sieht es nach einem Ende der Dauerrezession aus. Die Konjunkturdaten deuten auf eine Erholung. Zuvor hatte die Corona-Krise die ohnehin bereits herrschende Rezession bis zur Jahresmitte noch einmal verschärft. Davor lagen 4 Quartale in Folge mit rückläufigem BIP. Der wirtschaftliche Einbruch betrug (annualisierte) 51%.

Doch zumindest zum Herbst hin gibt es einen deutlichen Aufschwung. Er stützt sich auf eine von zwei Seiten her anziehende Nachfrage: Das Abflauen der ersten Corona-Welle erlaubte einige Lockerungen. Das hat die Wirtschaftskreisläufe wieder in Schwung gebracht. Mit dem Neustart der Geschäftstätigkeit vieler Unternehmen flossen den privaten Haushalten wieder mehr Einkommen zu. Dieses zusätzliche Geld im Portmonnaie lieferte einen Zündfunken für den Aufschwung. Gleichzeitig machte sich die Erholung in Asien, namentlich in China, positiv bemerkbar. Es resultiert(e) eine wachsende Nachfrage nach Rohstoffen.

Einkaufsmanager signalisieren Erholung

Der Einkaufsmanager-Index der britischen Researchfirma Markit zeigt, "wo's langgeht". Erstmals seit April 2019 – also seit eineinhalb Jahren – schafft er mit 51 Punkten wieder den Schritt über die Wachstumsschwelle. Parallel dazu machte auch der vom BER der Universität Stellenbosch erhobene Index den Schritt über die Wachstumsschwelle bei 50 Punkten. Zudem haben sich die Stimmungsbarometer für Unternehmen und private Haushalte von ihren historischen Tiefstständen erholt.

Regierung auf schmalem Stützungspfad

Dazu dürfte auch die Regierung beitragen. Sie versucht, den schmalen Pfad im Gleichgewicht zwischen Stabilisierung der Staatsfinanzen und der Finanzierung der unabweisbar notwendigen Investitionen und Förderungen zu begehen. Dazu hat sie vor kurzem ihre mittelfristige Finanzplanung vorgestellt.

Zusätzlich belastet wurde die Lage bis in den August hinein durch die Schwäche des Rand (Kurs EUR|ZAR 18,75).  Er hatte vor allem im ersten Halbjahr steil abgewertet (über 20%). Seit dem Sommer erholt sich der Kurs langsam, aber stetig. Mit der Abwertung wurde eine negative Rückkopplungsschleife gestartet. Die Währungsschwäche trieb die Inflation an und die Inflation schwächte den Außenwert weiter. So stiegen trotz der nicht voll ausgelasteten Kapazitäten der Unternehmen die Preise weiter. Das begrenzte den Spielraum der Geldpolitik.

Aufschwung in den Nachbarstaaten hilft

Mit der wirtschaftlichen Erholung hat der Rand einen Teil seiner Verluste wettmachen können. Der Kurs hat seit August um 10% vom Tiefstand wieder zugelegt. Daneben könnten auch Nachfrageimpulse der Nachbarn und Handelspartner in der Region zur Erholung beigetragen haben. Denn der Aufschwung ist auch in den anderen Staaten spürbar: Vergleichbare Daten aus Nigeria, Ghana und Kenia zeigen ein ähnliches Muster. Auch dort zieht die Binnennachfrage im Gefolge gelockerter Corona-Beschränkungen an. Das bringt eine durch wachsende Auslandsnachfrage verstärkte Erholung in Gang.

Die Erholung schafft neue Chancen. Da die südafrikanischen Währungshüter zudem an ihrer Stabilitätsorientierung festhalten, sollten die Währungsrisiken kurzfristig begrenzt sein.

Fazit: Risikobewusste und -tragfähige Anleger können nicht allzu lang laufende Rand-Anleihen in Betracht ziehen. Jedoch könnte auch in dieser Region ein erneuter Ausbruch der Pandemie alle Träume zu schnell vergänglichen Blütenträumen werden lassen.

Empfehlung: Die Ende Februar 2023 fällige Randanleihe (ZAG000096165) bietet rund 4,2% Rendite.

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • Kein unbegrenzter Datenzugriff nötig

Dem Betriebsprüfer einen Korb geben

Schreibtisch mit Computer. Copyright: Pexels
Der Bundesfinanzhof stärkt die Unternehmerrechte bei der Betriebsprüfung. Vertreter des Fiskus müssen bei der Digitalen Datenherausgabe die Interessen des Unternehmers beachten. Insbesondere gilt das bei Berufsgeheimnisträgern (Ärzte, Rechtsanwälte, Journalisten).
  • Fuchs plus
  • Chart der Woche vom 14.10.21

ADVA Optical mit Kaufsignal

Blaue und gelbe Telefonmodule. Copyright: Pexels
Eine gute Einstiegsgelegenheit finden technisch orientierte Anleger bei der Aktie der ADVA Optical Networking SE. Der Kurs des Netzwerktechnikers rutscht im Zuge der jüngsten Konsolidierungsphase auf ein wichtiges charttechnisches Unterstützungsniveau. Hier stehen die Chancen gut, dass der aktuelle Kursrücksetzer sein Ende findet und die Aktie ihren Aufwärtstrend fortsetzt.
  • Fuchs plus
  • Deutsche Oppenheim Family Office, TOPS 2022, Beratungsgespräch und Vorauswahl

Deutsche Oppenheim Family Office: Überzeugende Professionalität von der Stange

Wie schlägt sich die Deutsche Oppenheim im Markttest TOPS 2022? Copyright: Verlag Fuchsbriefe
Wer derzeit unter Inflationsängsten leidet und sich für volkswirtschaftliche Zusammenhänge interessiert, wird von der einstigen Traditionsbank Deutsche Oppenheim nicht enttäuscht werden: Der auf der Website publizierte Marktbericht zum 3. Quartal 2021 widmet sich vollumfänglich dem Thema „Inflation“. Trotz vieler Bedenken heißt es am Ende des Berichts versöhnlich: „Es bleibt festzuhalten, dass per se steigende Inflationserwartungen für den Aktienmarkt nicht negativ sein müssen.“
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • FUCHS-H2-Depot: Einsteigen und Kasse machen

Aktion bei FuelCell und Plug

Wasser. Copyright: Pixabay
Es geht rund bei den H2-Aktien und wir greifen weiter zu. Die gedrückten Kurse locken an verschiendenen Stellen zum Einstieg. In einer Position realisieren wir aber auch aus taktischen Gründen gerade einen guten Gewinn.
  • Fuchs plus
  • Hyzon Motors unter Druck der Shortseller

Hyzon Motors vorübergehend im Rückwärtsgang

Ein Fahrzeug des Unternehmens Hyzon Motors. Quelle: Hyzon Motors
Die operative Unternehmensentwicklung geht nicht immer einher mit der Kursentwicklung der Aktien. Das muss gerade auch Hyzon aushalten, deren Aktienkurs von Shortsellern nach unten gedrückt wird. Das Phänomen dürfte bald zu Ende sein.
  • Fuchs plus
  • Reputations-Gewinn stärkt die Aktie

Plug Power wird immer öfter gecovert

Ein Fahrzeug des Unternehmens Plug Power. Copyright: Plug Power
Plug Power erobert allmählich die Herzen der Analysten. Denn das Unternehmen stellt sein Geschäft immer breiter auf und hat einen riesigen Skalierungshebel in der Hand. Darum covern immer mehr Analysten das Unternehmen und gestehen dem Unternehmen gerade auch stattliche Kursziele zu.
Zum Seitenanfang