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Blick auf die Leitwährungen

Beim Dollar ist die Luft raus

Der Dollar schien mit dem Rückenwind der US-Notenbank ins neue Jahr zu starten. Der flaut jetzt aber ab. Mit Folgen für den Greenback.
Der Euro und nicht der Dollar legte im Gefolge der US-Zinserhöhung im Dezember zu. Diese Entwicklung der Dollar-Euro-Parität ist nur auf den ersten Blick erstaunlich. Inzwischen gilt an den Märkten nicht einmal mehr als sicher, dass der nächste Schritt des FOMC eine zweite Zinserhöhung ist. Das ist für viele Marktteilnehmer eine heftige Enttäuschung. Denn die Hoffnungen im letzten Jahr waren groß, die Prognosen steil. Demgegenüber kann der Euro wohl kaum negativ überraschen. Praktisch alle negativen Szenarien scheinen bereits im Kurs enthalten. Von daher hat der Euro nur wenig Spielraum nach unten. Der Dollar hatte bereits die Erholung vorweggenommen. Daher geht ihm fürs Erste die Luft aus. Die 2014/15 bereits vollzogene Aufwertung hat nach Schätzungen aus Bankenkreisen bereits einen Effekt, der etwa 60 Basispunkten Leitzinserhöhung entspricht. Das sollte sich mittlerweile in der Konjunktur bemerkbar machen. Die aktuellen Auftritte von Fed-Chefin Janet Yellen in den beiden Häusern des US-Parlaments waren daher darauf angelegt, den Währungshütern Bewegungsspielraum zu verschaffen. Sie wollte den Eindruck eines festen Fahrplans mit vier Zinserhöhungen in diesem Jahr zerstreuen. Das ist ihr gelungen. Allerdings ist die Parität jetzt auch der Schmerzgrenze der EZB nahe gerückt.

Fazit: Sollte die Dollarschwäche den Euro jetzt noch über 1,14 treiben, dürfte sich die EZB mit verbalen Interventionen gegen den Euro zu Wort melden.

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