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Bodenbildung fortgesetzt

In der Eurozone verschiebt sich die Konjunkturentwicklung. Insgesamt lässt die Sinkgeschwindigkeit nach, allerdings strahlt die Schwäche der Industrie inzwischen auf den Dienstleistungssektor aus. Der Euro hat dennoch Potenzial.

Der nur schwache, aber gerade noch positive Trend der Eurozone hat einen weiteren Monat gehalten. Der sektorenübergreifende Einkaufsmanager-Index ist per November mit 50,6 Punkten unverändert. Dabei verschieben sich die Gewichte zwischen Industrie und Dienstleistern: Der Service-Index liegt mit 51,9 Punkten (Konsens 51,6 Punkte) immer noch über der Expansionsschwelle. Er hat allerdings gegenüber dem Vormonat nachgegeben (52,2 Punkte). Der Industrie-Index ist um einen vollen Punkt auf jetzt 46,9 Punkte gestiegen, verharrt damit aber klar unter dem roten Strich. Ein Hoffnungsschimmer ist, dass sich die Sinkgeschwindigkeit verringert.

Diese Zahlen signalisieren, dass die greifbare (globale) Schwäche der Industrie über den Kreislauf auf den bislang robusten Dienstleistungssektor ausstrahlt. Die schwächere Beschäftigung generiert weniger Nachfrage. Allerdings gibt es ein Indiz dafür, dass der global schwache Trend der Industrie weniger von den Handelskonflikten betroffen ist als befürchtet: Der Anstieg der jeweiligen Industrie-Indize findet international breit gestreut statt obwohl sich an der Handelsfront wenig gebessert hat. Stattdessen macht ein aktuelles Papier des Institute of International Finance einen (jetzt auslaufenden) globalen Lagerzyklus als zentralen Faktor des Abschwungs aus. Von daher scheint die in den EZB-Projektionen abgebildete Hoffnung auf eine leichte Beschleunigung in den nächsten Quartalen besser fundiert als bislang angenommen.

Fazit

An der Politik der EZB und der Bewertung des Euro ändert das nichts. Der Euro hält seine Unterbewertung nach Kaufkraftkriterien. Das einzige Plus aus Anlagesicht bleibt die relative Sicherheit durch die expansiv ausgelegte Geldpolitik, die kaum weiter gelockert werden kann.

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