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China ändert die Politik

Die kommende Straffung

Die OECD hat ihre chinesische BIP-Prognose von 7,8% Wachstum für das laufende Jahr kaum verändert. Sie liegt damit auf dem gleichen Niveau wie IWF (8,1%) und ADB (7,7%). Auffällig ist dagegen die deutlich niedrigere Vorgabe von 6%, die Regierungschef Li Keqiang gerade ausgab.

Die neuen OECD-Prognose für China liefert mit 7,8% für das laufende Jahr (und 4,9% für 2022; zuvor 8,0% und 4,9%) keine nennenswerte Veränderung – aber im Zusammenhang mit der Vorgabe eines Wachstumsziels von 6% für das laufende Jahr offenbar einen wichtigen Hinweis. Denn zuvor hatten schon die Volkswirte der ADB mit 7,7% und des IWF mit 8,1% die Latte deutlich höher gelegt.

Die vergleichsweise konservative Ansage aus Peking ist ein Indiz dafür, dass die Regierung auf mehr Stabilität im Finanzsystem und die Bereinigung struktureller Probleme zielt. Das läuft in der Umsetzung auf eine Straffung sowohl der Finanz- als auch der Geldpolitik hinaus. Damit dürfte die chinesische Führung auf das Gegenteil dessen zusteuern, was die OECD (und vorher schon der IWF) empfohlen hatte: Die Einkommens-Transfers und akkommodierende Politik mit niedrigen Zinsen und reichlich Liquidität nicht vorzeitig abreißen zu lassen.

Fazit: Die in China offenbar eingeplante Straffung dürfte dem Yuan mit anziehenden Renditen eine leichte Aufwertungstendenz einhauchen. Damit bieten kürzer laufende Yuan-Anleihen Chancen.

Empfehlung: Die bis Mai 2024 laufenden Staatsanleihe (etwas mehr als 3 Jahre) rentiert derzeit mit 2,6% auf Yuan-Basis (HK 000 020 070 6); sie kann eine sinnvolle Depot-Ergänzung sein.

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