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Schlechte „Unternehmensführung“ der EZB bleibt ohne Folgen

Europäische Zentralbank erwischt den schlechtesten Zeitpunkt

Christine Lagarde. (c) picture alliance/dpa/AFP Pool | Daniel Roland
Die großen internationalen Reserach-Institutionen wie IWF, OECD, Weltbank taxen die Erwartungen für das Wachstum der Weltwirtschaft kräftig nach unten. In den Statements ist der Schuldige schnell gefunden: Russland, das den Krieg gegen die Ukraine entfacht hat. Doch damit machen sie es sich deutlich zu leicht. Versagt hat auch die EZB. Sie trägt ein Gutteil der Verantwortung für die schwierige Situation auf den Märkten.

Wenn ein Unternehmen schlecht geführt wird und gravierende Fehlentscheidungen trifft, wird über den Verbleib des Konzernchefs und vielleicht sogar des Aufsichtsrats diskutiert. Nicht so bei staatlichen oder suprastaatlichen Institutionen wie der EZB. Dort muss man schon selbst den Hut nehmen, wenn einem die Sache nicht (mehr gefällt) – wie es inzwischen etliche deutsche Vertreter in EZB-Rat und Direktorium vorgemacht haben.

Eine EZB-Chefin wie Christine Lagarde allerdings ficht das nicht an. Sie ist für acht Jahre inthronisiert und kann zusammen mit ihren von den Länderregierungen ausgewählten Kompagnons im Direktorium die Geschicke von Europas Geld und damit auch Wohlstand und Wohlstandsumverteilung weiterbestimmen, bis 

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