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Eurozone

EZB verunsichert Märkte

Die EZB enttäuscht die Märkte. EZB-Präsident Mario Draghi überraschte stattdessen auf der expansiven Seite.
Die EZB enttäuscht die Märkte. Gute Zahlen aus der Eurozone hatten die Erwartung genährt, dass die Hüter des Euro zumindest einen symbolischen Einstieg in den Ausstieg aus der ultra-expansiven Politik wagen würden. Der Verzicht auf die bislang benutzte Formel, dass das Anleihenprogramm auch über das Jahresende 2017 hinaus weiter geführt werden könnte, sofern als nötig erachtet, wäre dafür ein Signal gewesen. EZB-Präsident Mario Draghi überraschte stattdessen auf der expansiven Seite. Er betonte die Absicht der EZB, dass Anleihenkaufprogramm auszuweiten sofern sich der Ausblick verschlechtern sollte. Indes gab der schon im Vorfeld gestiegene Euro nicht nach, sondern er steigt kräftig um fast einen vollen Cent zum US-Dollar. Offenbar gelingt es der EZB derzeit nicht, die Marktteilnehmer von ihrer Weltsicht und ihrer Strategie überzeugen. Der Markt ahnt, dass die Notenbank ihre geldpolitische Wende wird einleiten müssen.

Fazit: Die Kurs-Reaktion dürfte die Spekulationen über eine konjunkturell motivierte Steuerung der Wechselkurse durch die EZB erneut anfachen.


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