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Commerzbank nutzt KI zur Analyse von Zentralbank-Reden für Zinsprognosen

KI wertet Notenbanker-Statements aus

Die Commerzbank setzt Künstliche Intelligenz ein, um Reden von Zentralbankern zu analysieren und Hinweise auf Zinsentscheidungen zu finden. Das Tool ist interessant und die aktuelle Auswertung bestätigt die Analyse von FUCHS-Devisen.
Die Commerzbank hat ein interessantes Tool entwickelt. Die Bank wertet die Reden von Zentralbankern jetzt gezielt mit Künstlicher Intelligenz (KI) aus - und lässt die KI nach Hinweisen auf bevorstehende Zinsentscheidungen suchen. Die KI ersetzt hier also das eigene Zuhören. Zumindest ergänzt die Technik das Zuhören und Interpretieren auf Basis eigener Erfahrungen. Wir finden diesen Ansatz interessant - und nutzen KI ebenfalls in eigenen Modellen in ähnlicher Form bei der Analyse von Banken-Research. 

KI wertet Notenbanker-Statements aus

Die aktuelle KI-Auswertung der Geldhüter-Statements führt die CoBa zu dem Schluss, dass die Europäische Zentralbank (EZB) am kommenden Donnerstag die Leitzinsen nicht erhöhen wird. "Für die übernächste Sitzung im September ist hingegen eine weitere Zinserhöhung wahrscheinlich", so die CoBa. Die Kommentare aus der EZB zeigen demnach, dass die Notenbanker eher zu höheren Zinsen neigen, zumal die Teuerung in der Eurozone wieder anzieht. Auch die Inflationserwartungen der Haushalte steigen wieder. 

Die CoBa leitet ihre Schlussfolgerungen in ihrem KI-Chat-Modell vor allem von der Sprache der Geldhüter ab. Die KI ist darauf sensibilisiert, wie oft bestimmte Phrasen genutzt werden, die üblicherweise ein Signal für steigende oder fallende Zinsen sind.        
Fazit: Das KI-Tool arbeitet ähnlich wie ein langjährig erfahrener Beobachter. Allerdings kann es schneller eine große Zahl von Statements auswerten und vermutlich besser als Menschen auch schon feine Veränderungen der Wortwahl in der Kommunikation entdecken und im historischen Verlauf vergleichen.
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