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Notenbanken passen Leitzinsen an

Langsamer Zinsanstieg

Mehrere Notenbanken aus G-20 oder OECD-Staaten haben bereits ihre Leitzinsen angepasst. Was das nun für die Konjunktur, vor allem die der Emerging Markets, bedeutet.

Seit Anfang November haben neun Notenbanken aus den OECD-Staaten oder der G-20 ihre Leitzinsen angepasst. Sechs nach oben, drei nach unten (Argentinien, Brasilien, Russland). Steigende Zinsen galten den Volkswirten des IWF schon vor zwei Jahren als einer der wesentlich Belastungsfaktoren der Konjunktur, vor allem für die Emerging Markets.

Die aktuellen Zinsen und Renditen liegen noch auf historisch niedrigen Niveaus. Die Währungshüter schätzen das Risiko mit Zinserhöhungen Schaden anzurichten höher ein als das Risiko, von anziehender Inflation überrascht zu werden. Daher zeigen die von uns verfolgten Prognosen einzelner Banken auch keine allzu großen Sprünge im Verlauf des neuen Jahres.

Allerdings kümmert sich eine ganze Reihe von Notenbanken um die lokalen Immobilienmärkte. Sie bremsen die für eine Blasenbildung besonders anfälligen Immobilienmärkte über die Konditionen ab. Dies geschieht insbesondere mithilfe höherer Mindestanforderungen an die Eigenmittel der Investoren. Die Imobilienmärkte waren der Krisenherd in den Jahren 2008/09.

Fazit: Da der Zinsanstieg nur sehr langsam voran geht, sollten festverzinsliche Anlagen nicht allzu kurze Laufzeiten haben, sondern eher im zweijährigen Bereich oder höher gesucht werden.

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