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De-Dollarisierung? Der Markt kauft digitale Dollar

Stablecoins stärken den Dollar-Einfluss

Der Dollar verliert politisch an Ansehen, gewinnt digital aber neue Reichweite. Stablecoins sind fast vollständig Dollar-Produkte. Warum das die De-Dollarisierungs-These relativiert und Schwellenländer anfälliger macht, erläutern FUCHS-DEVISEN.

Der immer häufiger zu hörende Abgesang auf den Dollar erfolgt deutlich zu früh. Das zeigt der Jahresbericht der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ), der sich mit Stablecoins und ihrem Einfluss auf das internationale geld- und Währungsgeschehen auseinandersetzt. Zwar erodiert die „klassische“ Dollar-Dominanz an manchen Stellen langsam – aber Stablecoins schaffen einen neuen digitalen Dollar-Kanal. Dieser kann die Dollarisierung in Schwellenländern verstärken und damit die faktische Reichweite des Dollar ausweiten. Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich, kurz BIZ, formuliert diese These nicht als Prognose für alle Währungsreserven. Sie bezieht sie vor allem auf digitale Geldformen, Kapitalflüsse und Schwellenländer.

Stablecoins sind digitale Token, deren Wert an eine bestehende Währung gebunden sein soll. In der Praxis ist das fast immer der Dollar. Laut BIZ waren 99,4 Prozent der Papiergeld-gedeckten Stablecoins an den US-Dollar gekoppelt. Die Marktkapitalisierung lag im Mai 2026 bei rund 320 Mrd. US-Dollar, das jährliche Transaktionsvolumen 2025 bei 

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