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Fed-Chef lockert die Kommunikation mit den Märkten

Warsh: Mehr Flexibilität für die Fed

Forex-Händler diskutieren gerade die Zukunft der US-Geldpolitik. Denn mit Kevin Warshs neuem Kurs als Fed-Chef könnten weniger Vorgaben und mehr Flexibilität die Regel sein. Was bedeutet das für Anleger?

Wird die Geldpolitik der US-Notenbank in Zukunft unberechenbarer? Diese Frage wird bei Forex-Händlern gerade stärker diskutiert. Denn Kevin Warshs erste Sitzung als Chef der US-Notenbank war weniger wegen der Zinsentscheidung selbst bedeutsam. Wichtiger waren die Einblicke, die er in die künftige Arbeitsweise der Fed gab. 

Warshs Kurswechsel

Warsh signalisierte einen Kurswechsel hin zu weniger Vorgaben und mehr Flexibilität. "Besondere Beachtung findet neben der vereinfachten geldpolitischen Erklärung der Verzicht auf Forward Guidance - einschließlich des Verzichts auf die Veröffentlichung eines eigenen Zinsprognosepfads." Das analysiert PIMCO-Ökonomin Tiffany Wilding. Auch die Einrichtung neuer Arbeitsgruppen zur Überprüfung zentraler Fed-Prozesse verunsichert die Händler. Wilding meint, diese Arbeitsgruppen "scheinen gezielt geschaffen worden zu sein, um bestehende interne Konsense zu hinterfragen" und konstruktive Spannungen zu erzeugen. 

Im Trend läuft das darauf hinaus, dass die Fed künftig mehr Spielraum haben dürfte, um ihre Politik an veränderte Rahmenbedingungen anzupassen. Gleichzeitig sollen Daten und Entwicklungen die Markterwartungen prägen – nicht die eigene Kommunikation der Notenbank.

Fazit: Diese Ausrichtung der Fed führt im Trend zu mehr Unsicherheit in der Prognose der Zinspolitik. Anleger sollten sich daher auf größere Schwankungen bei kurzfristigen Zinssätzen und einer höheren Wahrscheinlichkeit geldpolitischer Überraschungen in beide Richtungen führen.
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