IEA: Mehr Nachfrage nach fossilen
Die Internationale Energieagentur (IEA) verschiebt ihre Peak-Oil-Annahme in die Zukunft. Im aktuellen World Energy Outlook (WEO) hat sie ihre Szenarien grundlegend verändert. Die IEA geht im Trend wieder von einem höherem Verbrauch bei konventionellen Energien aus.
Die Welt braucht mehr Öl und Gas
Im aktuellen Ausblick erwartet die IEA die Verbrauchsspitze bei Öl und Gas für Mitte der 2030er Jahre. Der Zeitpunkt liegt um einige Jahre später als bisher erwartet. Der wesentliche Grund dafür ist, dass sich die USA wieder stark auf die Förderung dieser fossilen Energien konzentrieren. In diesem Szenario erwartet die IEA, dass die Regierungen noch jene Maßnahmen zur Reduktion von CO2 umsetzen, die sie bereits angekündigt haben.
In einem zweiten Szenario geht die IEA davon aus, dass es entgegen den Ankündigungen, keine weiteren Maßnahmen zur CO2-Reduktion geben wird. Der Verbrauch von Öl und Gas steigt dann bis 2050 weiter an, wenn auch nur um geringe Mengen. Der Verbrauch von Öl und Gas steigt dann bis 2050 weiter an, wenn auch nur um geringe Mengen.
Fossile Energie wird teurer
Das noch im vorigen Jahr gerechnete Szenario, in dem die von Regierungen weltweit umgesetzten und beabsichtigten Maßnahmen zu einer CO2-Reduktion führen, hat die IEA nicht weiter fortgeführt. Die IEA geht somit nicht mehr davon aus, dass der Kohleverbrauch Kohleverbrauch ab Ende der 20er Jahre, der Verbrauch von Öl- und Gas ab den 30er Jahren sinkt.
Mit dem höheren Verbrauch soll auch der Preis von Öl und Gas steigen. Der Grund: Es werden zahlreiche neue Öl- und Gasfelder entwickelt werden müssen. Die sind teurer als die aktuellen, weil sie unter schwierigen Bedingungen erschlossen werden müssen (Tiefsee, unkonventionelle Lagerstädten wie Schiefergas).
Fazit: Die Welt wird in den kommenden Jahren mehr Öl und Gas verbrauchen. Viele Länder werden in die Exploration investieren. Etliche Regierungen werden in ihren Bemühungen zur CO2-Reduktion nachlassen.