Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
2788
KI: Wettbewerbsvorteile und Chancen in der Finanzbranche

Banken: Neue Opportunitäten durch KI

KI verändert die Finanzwirtschaft. Banken, die jetzt schnell handeln, werden nach einer BCG-Studie erhebliche Wettbewerbsvorteile erzielen.
Die Finanzbranche steht mit dem fortschreitenden Einsatz der Künstlichen Intelligenz (KI) laut einer Studie der Unternehmensberatung Boston Consulting Group (BCG) vor einem tiefreifenden Wandel. Banken sollten in den KI-Einsatz investieren und sich mit ihrem Betriebsmodell neu aufstellen  (FB vom 04.06.). Auf diese Weise können sie einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil erringen.

„Die Art und Weise, wie Finanzprodukte entwickelt und dann vertrieben werden, ändert sich massiv. Es werden sich Institute durchsetzen, die den Prozess am effizientesten skalierbar betreiben.“ Das sagt Andreas Biffar, BCG-Managing Director & Partner im Gespräch mit den FUCHSBRIEFEN. Biffar ist globaler Leiter für Corporate Finance & Strategy und Mitautor der Studie „Future of Finance 2026: Time for a Gear Shift“. 

Zentrale Trends

BCG hat in dem Report zentrale Trends analysiert. Demnach verändern derzeit KI, Nicht-Banken (NBFIs) sowie digitale Assets das Wettbewerbsumfeld in der Branche massiv. Die größten Chancen in dem Transformationsprozess entstehen für Kreditinstitute dort, wo sich Trends überschneiden und Synergien gehoben werden, etwa bei der KI-gesteuerten Immobilienfinanzierung auf digitalen Asset-Plattformen. Um erfolgreich zu agieren, sollten sich die Institute bei Entwicklung und Vertrieb auf wenige, aber wirkungsstarke KI-Initiativen („Big Rocks“) konzentrieren, die einen hohen Mehrwert schaffen, empfiehlt Biffar.

Der verstärkte Einsatz der KI und das damit verbundene höhere Produktionsniveau wird nach Angaben des BCG-Experten helfen, Kosten zu senken und die Profitabilität der Institute zu erhöhen. Klassische Beispiele für den KI-Einsatz seien Sektoren, bei denen über KI Personal eingespart werden könnte, etwa bei der IT, bei Call-Centern oder Produktionsprozessen rund um digitalisierte Kreditvergaben. So hat auch Commerzbank-Chefin Bettina Orlopp in der Abwehrschlacht gegen die feindliche Übernahme der UniCredit erhebliche Kostensenkungen durch KI in Aussicht gestellt. 

Erfolgsfaktor Fachkräfte 

Der erfolgreiche Wandel zu einer wettbewerbsfähigeren Bank mit Hilfe der KI, so Biffar weiter, hänge aber stark von Fachkräfte-Rekrutierung ab, da sich mit der Transformation auch Jobprofile erheblich ändern würden. Für die KI-Implementierung sowie die Entwicklung neuer Produkte benötigten Banken qualifizierte Fachkräfte, die auf Digitalisierung und KI spezialisiert seien.
Fazit: KI wird den Transformationsprozess in der Bankenbranche schnell vorantreiben. Banken, die KI schnell in ihre Betriebsstruktur implementieren, werden Wettbewerbsvorteile erringen.
Neueste Artikel
  • Gesamtschau und Wochenbericht in KW 29 für PP V, PP VII, PP VIII und PP IX

FUCHS-Performanceprojekte: Risikodisziplin bleibt der entscheidende Erfolgsfaktor

Illustriert mit Canva und ChatGPT
Vier Projekte, hunderte Anlageentscheidungen und völlig unterschiedliche Strategien. Dennoch zeigt die aktuelle Auswertung der FUCHS-Performance-Projekte ein erstaunlich einheitliches Bild. Nicht die aggressivsten Portfolios stehen vorne, sondern die Manager mit der konsequentesten Risikokontrolle. Während einzelne Häuser spektakuläre Vermögensstände erreichen, überzeugen andere durch außergewöhnliche Stabilität. Lesen Sie hier.
  • Fuchs plus
  • Wochenbericht zu Projekt IX in KW 29: Vermögensverwalter im Belastungstest

BTV, Berliner Sparkasse, Deka und LLB vor der Benchmark

Illustriert mit Canva und ChatGPT
Das Benchmarkdepot setzt auch in Projekt 9 (Stiftungsportfolio) hohe Maßstäbe. Dennoch gelingt vier Vermögensverwaltern der Sprung über die Referenzmarke. Während die Bank für Tirol und Vorarlberg das Feld beim Vermögensstand anführt, überzeugen Berliner Sparkasse, Deka Vermögensmanagement und die Liechtensteinische Landesbank mit konstant starken Ergebnissen. Die aktuellen Zahlen zeigen, wer Risiken kontrolliert und warum die Mehrheit der Teilnehmer hinter der Benchmark zurückbleibt.
  • Fuchs plus
  • Wochenbericht zu Projekt VIII: Sieben schlagen die Benchmark

Genève Invest, Hansen & Heinrich und FV Frankfurter Vermögen vorne

Illustriert mit Canva und ChatGPT
Das Benchmarkdepot gilt in Projekt 8 als Messlatte für aktives Fondsmanagement. Dennoch haben sieben Vermögensverwalter den Referenzwert inzwischen übertroffen. Während Genève Invest den größten Vermögensvorsprung erzielt, überzeugt FRÜH & PARTNER mit einer außergewöhnlichen Kombination aus Rendite und Risikokontrolle. Viele bekannte Namen bleiben dagegen hinter dem Maßstab zurück. Die aktuellen Zahlen zeigen, wer echten Mehrwert schafft und wer Anlegern aktuell wenig Mehrertrag bietet.
Zum Seitenanfang