Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
2188
China stoppt Wolfram-Exporte nach Japan

Engpässe bei Wolfram absehbar

Die Einstellung der Wolfram-Exporte aus China nach Japan wird Auswirkungen auf den deutschen Markt haben. In einigen Bereichen muss mit weniger Auswahl und steigenden Preisen gerechnet werden.

Chinas Exportstopp von Wolfram nach Japan wird auch Auswirkungen auf deutsche Unternehmen haben. Am 4. Februar 2025 wurden strenge Exportkontrollen auf Wolfram und andere Metalle eingeführt. Gleichzeitig wurden die Exportmengen stetig verringert. Das gilt für Abnehmer aus den USA, Japan, Europa und anderen westlichen Ländern. Beobachter sehen darin eine Reaktion auf US-Zölle. China erreicht bei der Produktion von Wolfram einen Weltmarktanteil von 80%. Seit April 2026 gibt es keine Wolfram-Exporte mehr aus China nach Japan. Zuvor hatte China 40 japanische Unternehmen für Wolfram-Exporte gesperrt, weil sie Dual-Use- bzw. Rüstungsgüter an Taiwan geliefert hatten. 

Deutsche Unternehmen betroffen

Besonders betroffen sind in Deutschland die Nutzer von Hartmetall-Werkzeugen. Sie werden in Werkzeugmaschinen als Meißel für Bohren, Drehen und Fräsen verwendet, aber auch am Bau. Wichtigste Anbieter in Deutschland sind zwar europäische Unternehmen wie Sandvik, Gühring oder Mapal und US-Anbieter wie Kennametall. Aber japanische Anbieter sorgen für Konkurrenz. Ohne die chinesischen Lieferungen müssen sie ihre Produktion einschränken. 

Das könnte sogar bis zum Rückzug vom europäischen Markt führen und die Preise für europäische Kunden weiter erhöhen. Auch beim WIG-Schweißen sind europäische und US-Anbieter führend in Deutschland (Fronius, EWM, ESAB, Lincoln Electric), aber japanische Anbieter wie OTC Daihen, Panasonic, Yaskawa und Kobelco spielen eine wichtige Rolle. Auch beim Rohmaterial Wolframkarbid, das in der Rüstungsindustrie (Munition, Panzerplatten) verwendet wird, ist Japan ein wichtiger Lieferant.  

Auch Rüstungsindustrie braucht Wolfram

Die Exportbeschränkungen betreffen deutsche Unternehmen auch direkt. Die Preise für Wolfram sind durch die von China ausgelöste Verknappung weltweit stark gestiegen. Deutsche Unternehmen erhalten nach wie vor Wolfram aus China, aber in deutlich geringeren Mengen als vor 2025. Mit Hensoldt wurde im April 2026 erstmals ein deutsches Unternehmen auf die chinesische Sanktionsliste gesetzt, neben sieben anderen Unternehmen aus Europa. Diese Unternehmen erhalten aus China seither keine Dual-Use-Güter und keine Rohstoffe mehr. China hat den Schritt mit einem Verweis auf die nationale Sicherheit begründet. Die Unternehmen seien an Waffenverkäufen nach Taiwan beteiligt gewesen.

Fazit: Dass China die Exporte von Wolfram nach Japan beendet hat, beeinflusst auch deutsche Unternehmen. Auch gegenüber Deutschland bestehen Exportrestriktionen, die voraussichtlich weiter verschärft werden.
Neueste Artikel
  • Gesamtschau und Wochenbericht in KW 29 für PP V, PP VII, PP VIII und PP IX

FUCHS-Performanceprojekte: Risikodisziplin bleibt der entscheidende Erfolgsfaktor

Illustriert mit Canva und ChatGPT
Vier Projekte, hunderte Anlageentscheidungen und völlig unterschiedliche Strategien. Dennoch zeigt die aktuelle Auswertung der FUCHS-Performance-Projekte ein erstaunlich einheitliches Bild. Nicht die aggressivsten Portfolios stehen vorne, sondern die Manager mit der konsequentesten Risikokontrolle. Während einzelne Häuser spektakuläre Vermögensstände erreichen, überzeugen andere durch außergewöhnliche Stabilität. Lesen Sie hier.
  • Fuchs plus
  • Wochenbericht zu Projekt IX in KW 29: Vermögensverwalter im Belastungstest

BTV, Berliner Sparkasse, Deka und LLB vor der Benchmark

Illustriert mit Canva und ChatGPT
Das Benchmarkdepot setzt auch in Projekt 9 (Stiftungsportfolio) hohe Maßstäbe. Dennoch gelingt vier Vermögensverwaltern der Sprung über die Referenzmarke. Während die Bank für Tirol und Vorarlberg das Feld beim Vermögensstand anführt, überzeugen Berliner Sparkasse, Deka Vermögensmanagement und die Liechtensteinische Landesbank mit konstant starken Ergebnissen. Die aktuellen Zahlen zeigen, wer Risiken kontrolliert und warum die Mehrheit der Teilnehmer hinter der Benchmark zurückbleibt.
  • Fuchs plus
  • Wochenbericht zu Projekt VIII: Sieben schlagen die Benchmark

Genève Invest, Hansen & Heinrich und FV Frankfurter Vermögen vorne

Illustriert mit Canva und ChatGPT
Das Benchmarkdepot gilt in Projekt 8 als Messlatte für aktives Fondsmanagement. Dennoch haben sieben Vermögensverwalter den Referenzwert inzwischen übertroffen. Während Genève Invest den größten Vermögensvorsprung erzielt, überzeugt FRÜH & PARTNER mit einer außergewöhnlichen Kombination aus Rendite und Risikokontrolle. Viele bekannte Namen bleiben dagegen hinter dem Maßstab zurück. Die aktuellen Zahlen zeigen, wer echten Mehrwert schafft und wer Anlegern aktuell wenig Mehrertrag bietet.
Zum Seitenanfang